einige Regelfragen

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Moderator: WarFred

Kniff
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einige Regelfragen

Beitrag von Kniff »

Wir haben heute Dust das erste mal gespielt zu zweit, hat uns beiden sehr gefallen.

Ein paar wenige Unklarheiten gab es:

Können Karten auch gegen die Neutralen eingesetzt werden? Was passiert dann bei einem erzwungenen Rückzug, ziehen sich die Neutralen auch zurück und wer entscheidet das?

Gegner 1 hat seine Bewegung abgeschlossen und droht mit einem Angriff auf die Hauptstadt. Gegner 2 geht in seinem Zug aus der Hauptstadt raus. Nun kann Gegner 1 in der Angriffphase die Hauptstadt nicht angreifen weil sie leer ist, es somit ja kein Angriff ist sondern eine Bewegung wäre. Ist das korrekt so? Wir fanden es nicht so gut.

Ähnliche Situation, der Gegner wollte ein Feld erst mit einem U Boot Spezialangriff angreifen, hinterher dann mit einem amphibischen Angriff. Beim U Boot Angriff waren aber bereits alle Verteidiger vernichtet. Das Feld war leer. Darf man nun den amphibischen Angriff nicht mehr durchführen, weil man beim Spezialangriff zuviel Glück hatte?

Wenn ein Landfeld unbesetzt ist und ich es mit meiner ersten Bewegung besetze, gilt es dann für meine 2. Bewegung als besetzt so dass ich in der epischen Variante normal hindurchwandern kann?

Vielen Dank!
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André
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von André »

Können Karten auch gegen die Neutralen eingesetzt werden? Was passiert dann bei einem erzwungenen Rückzug, ziehen sich die Neutralen auch zurück und wer entscheidet das?
Hängt von der jeweiligen Karte ab. In der Regel erübrigen sich viele Karten, da sie sich auf aktives Handeln beziehen, was ein neutraler Spieler nun mal nicht kann. Dann gibt es noch die Karten, die nicht gegen eine Hauptstadt ausgeführt werden und da neutrale nur Hauptstädte besitzen, erübrigt sich das auch wieder. In der Regel macht es also keinen Sinn, Karten gegen Neutrale einzusetzen. In der Regel verschenkt man eine Spezialfähigkeit. Nru die Karten, die den eigenen Angriff boosten machen eigentlich Sinn, solange sie gegen Hauptstädte eingesetzt werden können.
Gegner 1 hat seine Bewegung abgeschlossen und droht mit einem Angriff auf die Hauptstadt. Gegner 2 geht in seinem Zug aus der Hauptstadt raus. Nun kann Gegner 1 in der Angriffphase die Hauptstadt nicht angreifen weil sie leer ist, es somit ja kein Angriff ist sondern eine Bewegung wäre. Ist das korrekt so? Wir fanden es nicht so gut.
Gegner 1 kann nur in der nächsten Runde angreifen, somit ist die obige Situation teilweise hypothetisch. Außerdem dürfen Hauptstädte erst angegriffen werden, wenn das Limit von einem Spieler erreicht wurde. Unbesetzte Gebiete können nie angegriffen werden, man kann sich aber auf sie bewegen.
Ähnliche Situation, der Gegner wollte ein Feld erst mit einem U Boot Spezialangriff angreifen, hinterher dann mit einem amphibischen Angriff. Beim U Boot Angriff waren aber bereits alle Verteidiger vernichtet. Das Feld war leer. Darf man nun den amphibischen Angriff nicht mehr durchführen, weil man beim Spezialangriff zuviel Glück hatte?
Genau, denn es ist nichts mehr da, was man angreifen kann und Bewegung ist erst in der nächsten Runde möglich.
Wenn ein Landfeld unbesetzt ist und ich es mit meiner ersten Bewegung besetze, gilt es dann für meine 2. Bewegung als besetzt so dass ich in der epischen Variante normal hindurchwandern kann?
Ja.
André Winter
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Kniff
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von Kniff »

Dankeschön.

Nochmal nachgefragt, bei der Geheimwaffe gegen Neutrale sofern diese ein Rückzugsgebiert haben, ziehen sie sich zurück und wer entscheidet das sofern es eine Auswahl gibt?

Eine weitere Frage, U Boote haben auf der Referenzkarte einen Würfel auf S10 steht aber Kampfwert 2. Was ist richtig.

Auf S22 bei speziellen U Bootangriffen ist dann wieder von einem Würfel die Rede unterscheidet sich das hier vom normalen Angriff?

Edit ergänzt noch eine Frage. Dürfen Bomber in der epischen Variante in unbesetzte Gebiete nur hineinfliegen oder auch hindurchfliegen?
Kidoh
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von Kidoh »

Hmm ich habe die Zugreihenfolge etwas anders verstanden.
Zuerst wird die Initiative gespielt (also jeder spielt eine Karte...)
Danach beginnt der Spieler mit der Initiative mit seinem Spielzug und führt alle drei Phasen hintereinander aus. Also zu erst die Produktionsphase, dann die Bewegungsphase und auch noch die Kampfphase. Dann könnte es ja gar nicht passieren, dass man sich in der Bewegung zur Hauptstadt hinbewegt und diese dann nicht mehr angreifen kann, weil sich der Gegner in seiner Bewegungsphase vorher noch rausbewegt hat.

Die Spielrunde wird auf Seite 12 wie folgt beschrieben:
"Zunächst wählen alle Spieler eine Karte für die Initiative. Dann spielt jeder Spieler seinen Zug, der wiederum aus mehreren individuellen Phasen besteht."
Aus dem Satz: "Dann spielt jeder Spieler seinen Zug,..." lese ich heraus, dass man den zweiten Schritt immer komplett fertig macht und nicht jede einzelne Phase abwechselnd. Oder hab ich da was überlesen bzw. doch falsch verstanden?


Zu den U-booten denke ich, dass es ein Druckfehler im Heft ist und diese einen Kampfwert von 1 haben.

Strategische Bomberbewegung habe ich so verstanden, dass man Bomber von einem beliebigen Startgebiet in ein beliebiges anderes eigenes oder unbesetztes Zielgebiet bewegen kann. Dafür ist also keine Kette von mit eigenen Einheiten besetzten Feldern nötig. Das sollte also auch bei einer epischen Variante möglich sein.
Silencer
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von Silencer »

Ich gebe Kidoh recht,... ich hab zwar noch kein Dust gespielt, aber die Regeln gelesen,... zuerst kommt die Initiative und dann macht jeder Spieler erstmal seine 3 Phasen hintereinander,... erst danach kommt der 2. Spieler ebenfalls mit seinen 3 Phasen an die Reihe.

Greets Silencer
Realität ist der Teil der Vorstellungskraft über den wir uns alle einig sind.
Kniff
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von Kniff »

Kidoh hat geschrieben:Hmm ich habe die Zugreihenfolge etwas anders verstanden.
Zuerst wird die Initiative gespielt (also jeder spielt eine Karte...)
Danach beginnt der Spieler mit der Initiative mit seinem Spielzug und führt alle drei Phasen hintereinander aus. Also zu erst die Produktionsphase, dann die Bewegungsphase und auch noch die Kampfphase. Dann könnte es ja gar nicht passieren, dass man sich in der Bewegung zur Hauptstadt hinbewegt und diese dann nicht mehr angreifen kann, weil sich der Gegner in seiner Bewegungsphase vorher noch rausbewegt hat.

Die Spielrunde wird auf Seite 12 wie folgt beschrieben:
"Zunächst wählen alle Spieler eine Karte für die Initiative. Dann spielt jeder Spieler seinen Zug, der wiederum aus mehreren individuellen Phasen besteht."
Aus dem Satz: "Dann spielt jeder Spieler seinen Zug,..." lese ich heraus, dass man den zweiten Schritt immer komplett fertig macht und nicht jede einzelne Phase abwechselnd. Oder hab ich da was überlesen bzw. doch falsch verstanden?
Ja holla das stimmt ja, das steht da klar und eindeutig, tsss

Aber eine interessante Variante ist es allemal, sie funktioniert zu zweit prima, der 1. kauft und stellt auf, der 2. kauft und stellt dagegen, der erste zieht, der zweite zieht nach der erste kämpft, der zweite kämpft. Man ist öfter dran und es ist sehr strategisch.

Eine Variante um das Fluchtproblem (wenn es denn eins ist) zu vermeiden, wäre auch die Produktion vom Rest zu trennen könnte ich mir vorstellen.

Ist auch möglich, dass das nur zu 2. gut funktioniert und sonst zu einer Hängepartie ohne große Vorteile wird.
Kidoh
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von Kidoh »

Mir gefällt die Idee eigentlich auch ganz gut, dass man die 3 Phasen nochmal voneinander trennt.
Denn es entsteht schon eine sehr große Downtime für die restlichen Spieler, wenn sich mal ein Spieler sehr viel Zeit zum Nachdenken nimmt.
Man könnte das Wegrücken-bevor-der-Angriff-droht-Problem auch einfach so lösen, dass man einen Angriff auch dazu nutzen kann ein benachtbartes, freies Gebiet (auch amphibisch) "anzugreifen". Dann zieht garantiert keiner mehr vorher weg.

Ich glaube auch, dass das Spiel dadurch insgesamt planbarer und strategischer werden könnte - auch wenn wirs heute zum ersten Mal gespielt haben... hihi.
Denn mir kam es so vor, als hat der letzte Spieler enorme Vorteile wenn er auf die Züge der Spieler davor reagieren kann. Wenn man abwechselnd produziert und sich bewegt und erst danach alle angreifen, sieht man die Absichten seiner Mitspieler und kann sich besser darauf einstellen.

Ich denke wir werden das Spiel auf jeden Fall mal so ausprobieren.
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André
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von André »

Nicht wirklich, die Downtime ist eh schon so kurz und so hat man noch weniger Zeit zu planen. Strategischer wird es nicht, eher hektischer und damit leidet die Strategie.
André Winter
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Kidoh
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von Kidoh »

Echt? Also wir habens heute nur zu dritt gespielt. Und da gabs einen, der hat für seinen Zug jedes Mal ca 20 Minuten gebraucht.
Also ich habe nichts gegen Leute, die lang überlegen. Aber ich hatte das Gefühl, das Spiel fetzt erst so richtig ab 5 Spieler... und lass da mal 2 dabei sein, die auch so lange überlegen... dann kann das ja auch mal ne Stunde dauern, ehe man selbst wieder an der Reihe ist.
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WarFred
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Re: einige Regelfragen

Beitrag von WarFred »

Ich denke, das ist kein "Problem" des Spiels, sondern eben dieser Spielertypen. Wir haben in unseren Spielerunden auch immer Spieler dabei, die für jeden Spielzug (eigentlich egal bei welchem Spiel) "unendlich" lange brauchen - da leidet jedes kurzweilige Spiel drunter.

Da halte ich es aber eher so, dass ich solche Spiele erst gar nicht mehr mit solchen Spielern spiele oder aber ein Zug(zeit)limit setze!
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