Arkham Horror 3. Edition wirklich SOOOO schlecht????

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Samonuske
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Re: Arkham Horror 3. Edition wirklich SOOOO schlecht????

Beitrag von Samonuske » Mi 19. Jun 2019, 15:11

Na auf jeden fall taugt es um als reines Familien spiel durch zu gehen. Keine Komplexe Regeln u auch in den Kämpfen nicht wirklich schwer u ja wir haben schon alle Szenarien gespielt. Bis auf die Endgener ist es relativ simpel,wenn man weiß was man machen bzw wo man sich am besten heilen u Waffen herbekommt. Also wie gesagt , es steht bei uns in der Familien Ecke um es auch mal mit den Jüngeren zu spielen-Kleinkinder ausgenommen- . Aber Kinder ab 8 Jahren aufwärts,die gerne mal etwas Düsteres Spielen wollen, ist es genau richtig wie wir finden. Gerade da die kleinen ohnehin ein besseres Auffassungsvermögen als die ältere Generation hat. Lach :D
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jeiner
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Re: Arkham Horror 3. Edition wirklich SOOOO schlecht????

Beitrag von jeiner » Mi 10. Jul 2019, 15:26

Hallo!
Ich bin am überlegen, ob ich mir diese 3. Edition holen soll.
Daher hätte ich eine Frage an die, die das Spiel ein paar mal gespielt haben:
In einigen Rezensionen/Meinungen wird geschrieben, daß man immer das gleiche machen muss. Sprich: Hinweismarker sammeln, Verderbnismarker bannen. Und das man auch "merkt" das man immer das gleiche macht. Also das es "langweilig" wird, nach kurzer Zeit. (Ich hatte die 2. Edition. Die war mir aber auf Dauer zu Regelintensive / "aufgebläht")

Im Prinzip macht unter dem Strich ja bei vielen Spielen immer das gleiche, nur merkt man das beim Spielen halt nicht....

Ich denke ihr versteht was ich damit meine.

Kann mir da wer (oder auch mehrere) seine Meinung dazu sagen? Ob einen z. B. die Story bei der Stange hält? Sprich, ob man neugierig ist, wie es weiter geht und so.

Vielen Dank im voraus!

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Samonuske
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Re: Arkham Horror 3. Edition wirklich SOOOO schlecht????

Beitrag von Samonuske » Do 11. Jul 2019, 11:30

Also wir spielen es gerne,demnächst kommt auch eine Erweiterung heraus. Aber das mit den Hinweisen sammeln,ist eigentlich immer gleich. Finden wir aber nicht schlimm,da es ja nicht heißen muss,das es so einfach werden kann. Und Rezessionen gebe ich ohnehin nichts darauf,da jeder einen anderen Geschmack hat u unsere Gruppe somit ,schon ein paar Perlen verpasst hätten.

Ich sage immer einfach kaufen,lospielen u wenn es nicht gefällt kann man es immer wieder verkaufen.

Ich selbst würde es empfehlen,auch wenn uns der vorgänger besser gefällt ..Hüstel Hüstel
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Re: Arkham Horror 3. Edition wirklich SOOOO schlecht????

Beitrag von Huensli » So 14. Jul 2019, 11:15

Na dann poste ich hier nochmal meinen Beitrag, den ich schon einmal an anderer Stelle gebracht habe. Passt hier aber auch hin:

So nun hatte ich mein "erstes richtiges" Spiel mit der 3. Edition. Mein Fazit - irgendwie durchwachsen. Das Spiel hatte seine Höhen und Tiefen, aber irgendwie wollte der Funke bei mir nicht richtig überspringen - woran das liegt, kann ich irgendwie nicht so recht sagen.
Die Story mit dem Kodex ist zwar ein ganz cooler Mechanismus, aber irgendwie klappt die Kopplung mit dem Spielbrett nicht.
Das Spielbrett ist auch so eine Sache. Die Idee mit den "Puzzelteilen" finde ich eigentlich ganz gut, diese lassen sich aber zu wenig unterscheiden, da alles dunkel in dunkel ist. Ich war ständig am Suchen, wo ist der Hafen, wo der Dinner etc. Eigentlich konnte man sich nur anhand der Aufschrift orientieren. Vielleicht hätte man Arkham besser "am Tage" abgebildet. Hätte der Atmosphäre auch keinen Abbruch getan und man könnte die Felder wahrscheinlich besser unterscheiden.
Die Monster sind auch so eine Sache. Da sagt mir schon das Kampfsystem mit den automatischen Treffern der Monster nicht so zu. Das finde ich bei Eldritch wesentlich besser. Bei den Charakteren finde ich das ständige Fokussieren der Werte auch irgendwie nicht so prickelnd. Was freut man sich bei Eldritch, wenn man mal einen Wert anheben darf - hier macht man das einfach als Aktion. Dafür hat man bei Arkham nur schwer die Möglichkeit seinen Charakter zu heilen, weil die Aktion Ausruhen fehlt.
Auch die "doppelseitig" bedruckten Karten (Zustände etc), die Eldritch so spannend machen, fehlen hier fast zur Gänze. (Kommt ja vielleicht noch in den Erweiterungen) Gut finde ich hingegen die Lösung mit den "Händen" bei den Gegenständen.
Insgesamt hat man irgendwie aber schon das Gefühl ständig das Gleiche zu tun. Hinweises sammeln, Verderben abbauen. Da ist Eldritch - zumindest vom Gefühl her - irgendwie abwechslungsreicher.

Im Ergebnis: Eigentlich möchte ich dieses Spiel gern haben - aber es klappt nicht so recht. Vielleicht ändern die Erweiterungen ja was daran, aber so recht glaube ich das nicht. Ich jedenfalls ziehe Eldritch momentan ganz klar vor - auch wenn die Storyline bei EH nicht immer stringent ist. Gerade diese Brüche sind aber manchmal auch besonders witzig. (Ich weiss, Lovecaraft soll eigentlich nicht witzig sein - mir bringen solche Momente aber trotzdem Spaß)

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Re: Arkham Horror 3. Edition wirklich SOOOO schlecht????

Beitrag von mchs » So 25. Aug 2019, 13:46

Ich habe gestern mit meiner "Eldritch-Runde" zwei Runden AH (3. Edition) gespielt und es ist sehr gut angekommen.
Wir haben "Azathoth" bei zweiten Anlauf geschafft.

Was ist gut angekommen?

- Der Kodex erzeugt eine schlüssige Story. Das wurde eine Verbesserung gegenüber EH, wo die Karten nur einen vagen Bezug hatten. Vom völlig willkürlichen alten AH muss man da gar nicht erst reden.
- Die Mythosphase integriert nun alle Spieler und führt durch das Ziehen der Plättchen zu einer gewissen Spannung. Bei EH und dem alten AH wurde die Phase eher als nerviges Abarbeiten empfunden.
- Die individuellen Gegenstände der Ermittler sind gut angekommen. Statt nerviges Durchsuchen der Stapel zu Spielbeginn hat man nun kleine Gestaltungsmöglichkeiten.
- Auch der feste Satz an Monstern wirkt atmosphärig schlüssig.
- Die Spieldauer uferte nicht aus (wie beim alten AH).
- Die Regeln der Monsterbegegnungen sind noch einfacher als bei EH. Bei diesem Aspekt sehe ich das alte AH eher als einen Totalausfall.

Was ist schlecht angekommen?

- Stärke, Wahrnehmung und Wissen dominieren das Spielgeschehen. Einfluss und Willenstärke wirken wie eine Fehlinvestition.
- Es wurde daher z.B. der Markt von EH vermisst, der über Einfluss funktionierte.
- Es gibt bislang nur den "Dunklen Pakt" als zweiseitige Karte. Da ist EH durch seine vielen Erweiterungen noch deutlich besser aufgestellt.
- Der Schwierigkeitsgrad erschien hoch. Die Ereignisse der Mythosphase können mit Pech richt weh tun.
- Man muss noch mehr als bei anderen Spielen darauf aufpassen, dass man mit seinen Ermittlern breit aufgestellt ist. Es ist im Spiel recht schwierig, Lücken zu kompensieren. Im ersten Spiel haben wir z.B. mit unserer Auswahl an Ermittlern die Verderbensmarker einfach nicht im Griff gehabt.

Zu den anderen Kritikpunkten:

- Wir hatten keinerlei Probleme, die Orte auf dem Spielbrett zu finden.
- Die neuen Regeln für Monsterbegnungen wurde eher positiv aufgenommen.
- Das Ausruhen wird nun über Begegnungen gelöst. Dabei gibt es auf dem Brett mehrere erreichbare "Notfallstationen". Da Begnungen auch häufig Hinweise liefern, wird das nicht als verbrannte Zeit wahrgenommen.
- Die Brandherde kreisen um Monster, Verderbensmarkern, Hinweise sammeln und auswerten. Das war eigentlich nie anders.

Fazit:
Der Spielfluss ist deutlich flüssiger als AH (2. Edition) und sogar als EH.
Nach dem desaströsen ersten Anlauf, wollten es alle sofort nochmal probieren.

Es wir haben für die zwei Runden mit Regelerklärungen fast sechs Stunden gespielt. Nach meinem Eindruck hatte es allen Spaß gemacht.

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