Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Hier können Fragen zu Regeln und Karten und deren Auslegungen gestellt und besprochen werden.
ZwergRodna
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Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von ZwergRodna » Do 13. Sep 2018, 09:50

Moin,

ich habe gestern den letzten Teil der ersten Kampagne gespielt und es ergaben sich wieder ein paar Fragen.

1.
SpoilerShow
Auf einem der Orte im Wald musste ich eine erzwungene Probe ablegen, sobald ich den Ort verließ. Ich sollte beim misslingen der Probe die "Effekte der Bewegung" aufheben. Ich habe leider keine Ahnung was das bedeuten soll. Ich dachte erst es bedeutet, dass ich einen verhüllten Ort auf den ich von dort gehe nicht enthüllen kann aber es gibt keine Möglichkeit von diesem Ort auf einen verhüllten Ort zu gehen.
2.
SpoilerShow
Auf der Agenda 2a ist eine Effekt beschrieben, "+1 auf Kampf, +1 auf Ausweichen" für die Gegener. Dauert dieser Effekt nur bis zur nächsten Agenda an?

Und noch eine Anmerkung statt einer Frage
SpoilerShow
Ich habe nichts gegen einen gesteigerten Schwierigkeitsgrad aber in Arkham droht der Spielspaß recht oft in Frustration umzuschlagen. So auch gestern. In der ersten Runde merkte ich recht schnell, dass Hinweise hier sehr rar sind und promt ziehe ich meine Grundschwäche, die mich die nächsten drei Hinweise nicht verwenden lässt. Wenn es in einem Spiel so früh klar ist, dass man keine Möglichkeit mehr hat das Spiel über die Szenen zu "gewinnen", dann macht das leider nur wenig Spaß. Eine weitere Sache die nervt, sind Anweisungen nicht bereit gelegte Karten irgendwo aus der Schachtel zu suchen. Ich sollte eine zufällige Grundschwäche auf die Hand nehmen. Also Schachtel auf, Grundschwächen erstmal suchen zusammen mischen.... Das bremst total den Spielfluss aus. Warum schreibt man nicht einfach direkt einen Effekt auf die Karte?
Danke schon mal für jede Antwort!

Bupkar
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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von Bupkar » Do 13. Sep 2018, 11:35

Moin,
1. Du darfst dich nicht bewegen und alles was damit zusammenhängt wird negiert

2. Richtig

3. Es ist halt arkham Horror da muss man eine gewisse frustrationsbereitschaft haben. Selbst mit den besten decks kann immer noch alles schiefgehen.
Das raussuchen nervt mich auch immer, muss man durch.
Bezüglich grundschwäche. Die kommt in dein deck und gehört von nun an zum Ermittler auch in späteren Kampagnen falls du mit ihm zum Beispiel dunwich spielen willst. Hoffe das hat geholfen

ZwergRodna
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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von ZwergRodna » Do 13. Sep 2018, 11:48

Bupkar hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 11:35
Die kommt in dein deck und gehört von nun an zum Ermittler auch in späteren Kampagnen falls du mit ihm zum Beispiel dunwich spielen willst.
Aber da steht ich soll die Schwäche auf die Hand nehmen und nicht ins Deck mischen. Eine Schwäche, die ich ziehe also auf die Hand nehme, wird doch sofort abgehandelt, oder nicht?

Außerdem habe ich hier schon mehrmals gelesen, dass man neue Kampagnen mit einem neuen Deck startet. Bin verwirrt. Das wäre eine coole Neuerung für AH, man kann nicht nur Schaden und Horror nehmen, sondern auch Verwirrung... ;)

Scimi
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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von Scimi » Do 13. Sep 2018, 11:58

1)
Grundbox Szenario 3Show
Das bedeutet einfach, dass die Bewegung unterbrochen wird, egal, ob das eine Bewegungsaktion war oder ein Karteneffekt, durch den du dich bewegen darfst/musst. D.h. der Effekt verpufft (Aktion ist weg, aber nichts passiert), der Ermittler bleibt an dem Ort und alle ausgelösten Fähigkeiten, die von der Bewegung abhängen, würden auch nicht ausgelöst.

Im Prinzip soll das darstellen, dass man sich in diesem Teil der Wälder verlaufen kann und dann nicht hinausfindet.
2)
Grundbox Szenario 3Show
Der Effekt dauert nur solange an, wie die Karte im Spiel ist. Wenn sie auf den Agenda-Ablagestapel wandert, wird der Effekt mit abgelegt. Ähnlich, wie eine Vorteilskarte, deren andauernde Fähigkeit ja auch verschwindet, wenn sie das Spiel verlässt.
3)
Gameplay, KampagnenShow
Die Kampagne im Grundspiel ist ja so etwas wie das Tutorial, das einem beibringt, wie das Spiel ist. Da kann man auf jeden Fall ein paar Sachen von lernen:
a) Die Szenarien *sind* hart und manchmal unfair, besonders, wenn man das erste Mal spielt und nicht weiß, worauf es hinausläuft. Das ist als Herausforderung gedacht, die einen zwingt, nachzudenken, wie man sein Spiel und sein Deck verbessern könnte.
b) Die Abschlüsse von Kampagnen sind hammerhart und unfair. Egal, ob man sich bis dahin durchgestorben hat oder mit Leichtigkeit durch alle Szenarien auf dem Weg geflitzt ist, der Kampagnenabschluss dreht da nochmal auf und man braucht Glück und Können, um da durchzukommen.
c) Bei AH geht es nicht unbedingt um "gewinnen" oder "verlieren". Je nachdem, was beim Spielen des Szenarios passiert, finden unterschiedliche Enden der Geschichte statt. Und nicht jedes Ende ist zu erreichen, indem man das offensichtliche Missionsziel verfolgt. Die Hinweise zu finden und das Ritual zu beenden ist *eine* Möglichkeit, das Szenario zu beenden, ohne dass die Ermittler scheitern. Es gibt noch 2 andere, die man erst "finden" muss…
d) Du spielst nicht nur mit den Karten auf dem Tisch, deine Sammlung *ist* möglicherweise Teil des Spiels und ein Szenario *kann* sich darauf beziehen. Überleg dir mal, wie das wäre, wenn du ein paar Zyklen gekauft hast und *dann* kämen die mit sowas an. Und du müsstest das Spiel pausieren und vielleicht erstmal nach Hause fahren oder so, um eine Karte zu suchen und weiterspielen zu können. Dank des Tutorials weißt du jetzt aber, das so ein Effekt vorkommen kann und dass es sich lohnt, sich zu überlegen, wie man seine Kartensammlung organisieren und transportieren kann.

Als ich mit dem Spiel angefangen habe, war nur das Grundspiel (und der Rougarou) raus und Dunwich noch nicht in Sicht. Damals habe ich die Szenarien aus dem Grundspiel hoch und runter gespielt und das hat durchaus einiges an Zeit gebraucht, bis ich die Kampagne irgendwann erfolgreich geschafft habe. Und da war durchaus auch Glück im Spiel.
Aber das war für mich auch irgendwo der Reiz — mir zu überlegen: Was habe ich falsch gemacht? Was wäre anders gelaufen, wenn ich mich anders entschieden hätte? Welche Karten in meinem Deck hätten mir geholfen, Problem X zu überwinden? Was wäre passiert, wenn ich einen anderen Charakter mit einem anderen Deck gehabt hätte? Wie schaffe ich, nicht nur zu "gewinnen", sondern einen bestimmten Ausgang für das Szenario zu erreichen?
Das ist das Element an dem Spiel, was dazu führt, dass ich z.B. mit neuen Charakteren und Decks auch immer wieder die Grundboxkampagne versuche, auch wenn ich die jetzt zigmal gesehen habe und jeden Ghul mit Vornamen kenne. ;)

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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von Bupkar » Do 13. Sep 2018, 12:30

Richtig die handelst du erst ab und ab dann ist sie teil deines decks.

Nee ist keine Neuerung steht irgendwo glaub ich im Kampagnenleitfaden bin mir aber grad nicht ganz sicher. Muss man auch nicht machen ist optional. Allerdings ist der Tod des Ermittlers dann in der nächsten Kampagne vorprogrammiert es sei denn man hat unverschämtes Glück.

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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von Bupkar » Do 13. Sep 2018, 12:48

Jo da hat scimi es auf den Punkt gebracht. AH ist eine erfahrung zumindest wenn man zum ersten mal spielt, danach sieht man es mehr sportlich. Man will verschiedene Ausgänge erreichen andere decks mit anderen Ermittlern bauen usw. In diesem Sinne lass dich nicht entmutigen...

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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von ZwergRodna » Fr 14. Sep 2018, 00:25

So, ich habe das Scenario eben noch mal gespielt. Auf leicht dieses Mal.

Anfangs sah alles gut aus und ich hatte eine irre gute Hand. Doch dann nahm der Horror seinen Lauf. Durch eine Grundschwäche die ich ziehen musste, verlor ich die komplette Hand (bis auf eine Karte)
SpoilerShow
am Ritualort fehlte mir dann exakt eine Runde Zeit (Hinweise) um die letzte Szene vorrücken zu lassen (deren Ausgang ich noch immer nicht kenne) also erschien der Endgegner
... und auch da fehlten mir dann die passenden Karten und ich konnte meinen Wahnsinn schlussendlich nicht abwenden.

Das Spiel ist so gnadenlos und man kommt sich manchmal vor wie ein Pinball der ohne Kontrolle durch die Gegend fliegt.

Vielleicht versuche ich mich mal mehr am Deckbau, aber mit "nur" einem Coredeck... Wobei, das Deck aus zwei Coredecks zusammen bauen, ist das nicht auch ein wenig gecheatet?

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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von Scimi » Fr 14. Sep 2018, 01:47

Moment, du hast das bisher nicht auf "leicht" gespielt? :shock: Dann glaube ich gern, dass das frustrierend ist, besonders mit einem Einsteigerdeck. Ganz ehrlich, ich finde das Spiel schon so knackig genug und spiele (zumindest solo) alles auf leicht durch. Erst wenn ich das Gefühl habe, dass da keine Herausforderung mehr drin steckt, drehe ich die Schwierigkeit nach oben. Würde ich allen so empfehlen.

Und Deckbau ist Teil des Spiels. Es ist so gedacht, dass du dir eigene Decks zusammenstellst und versuchst, bessere Lösungen für die Herausforderungen zu finden, das hat nichts mit Mogeln zu tun. Die Einsteigerdecks gibt es nur, um einen schnellen Einstieg ins Spiel zu ermöglichen und damit mit den begrenzten Karten des Grundspiels alle Klassen auch mit 2 Spielern prinzipiell zugänglich sind. Aber wenn du irgendwie Zugriff auf mehr Karten hast, um Himmels willen, bastel an deinem Deck herum. ;)

Die Einsteigerdecks sind sehr dürftig, was ich für den Anfang ganz gut finde — du wirst vielleicht nicht auf Anhieb ein großartiges Deck bauen, aber ich kann mir vorstellen, dass es Karten gibt, mit denen du bisher wenig anfangen konntest und andere, von denen du dir gewünscht hast, dass du sie häufiger ziehst. Hau eine Karte raus, die nervt und pack eine zweite Kopie von einer guten Karte rein und schon hast du dein Deck verbessert, wie es gedacht ist. Das macht dann auch mehr Spaß, weil du mit 2 Kopien von wichtigen Karten im Deck sehr viel zuverlässiger wenigstens eine davon im Spiel sehen wirst. Auch die Chance, eine wichtige Karte auf die Starthand zu ziehen, ist viel besser.

Spielautor Matt Newman selbst hat in einem Interview gesagt, dass sie zwar getestet haben, dass man auch mit einem Einsteigerdeck die Grundspielkampagne auf der höchsten Schwierigkeitsstufe schaffen kann, meinte aber auch, das wäre unvorstellbar frustrierend und extrem glücksabhängig und wäre nicht unbedingt die Art, wie das Spiel gespielt werden sollte…  ;)

ZwergRodna
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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von ZwergRodna » Fr 14. Sep 2018, 09:10

Am Deckbau versuche ich mich gerne. Ich denke allerdings, dass 2 Decks gedacht sind um 4 Ermittler auszurüsten und nicht um einen voll aufzupowern, zumindest für mich fühlt sich das gecheatet an... denke ich.

Ich überlege noch, ob ich das Grundset noch ein paar mal spiele oder gleich mit Dunwich durchstarte, das liegt hier nämlich schon rum ;) Ich hätte natürlich nach der harten Schule des Grundsets, auch wenn ich nicht mit einer 1 abgeschlossen habe, sondern eher mit einer 4, Lust auf eine frische Story. Oder geht der Schwierigkeitsgrad gleich so weiter wie im 3. Szenario des Grundsets?

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Re: Fragen - Der Verschlinger aus der Tiefe

Beitrag von Scimi » Fr 14. Sep 2018, 11:45

Wie gesagt, der Deckbau ist beabsichtigt und die meisten Decks wollen 2 Ausgaben ihrer "Schlüsselkarten" im Deck haben, weswegen neue Spielerkarten in allen Erweiterungen immer pärchenweise dabei sind. Die Beschränkungen des Grundsets liegen daran, dass man kein 60-Euro-Produkt als Einstieg für ein neues Spiel haben wollte. Du kannst dich daran halten, aber das ist dann deine eigene Hausregel. ;) Es geht aus meiner Sicht aber auch weniger um "Power" und mehr um Spaß — weniger das Gefühl haben, aus dem eigenen Deck dauernd Nieten zu ziehen.

Ich habe das Grundset damals bis zum Erbrechen gespielt, weil es nix anderes gab. Wenn du dich mit den Regeln fit fühlst und keine Fragen mehr hast, schau dir ruhig Dunwich an. Der einzige Grund, das sein zu lassen wäre, wenn du immer noch am lernen bist und Angst hast, dir Dunwich-Szenarien zu verderben, wenn du sie falsch spielst…

Der Schwierigkeitsgrand von Dunwich ist etwa mit dem Grundset vergleichbar, da solltest du gut zurecht kommen. Nur das Kampagnenfinale ist wieder deutlich härter, das scheint bisher ein Designprinzip des Spiels zu sein. Allerdings ist die XP-Kurve nicht unbedingt so steil, d.h. dass sich deine Deckverbesserung mehr über die ganze Kampagne streckt. Dafür klingen Entscheidungen länger durch die ganze Kampagne nach. Außerdem hat jedes Szenario seine eigenen Mechanismen, Besonderheiten und Herausforderungen — nicht jeder Trick, der im Grundspiel gut funktioniert hat ist hier anwendbar und für manche Probleme wirst du dir etwas Neues überlegen und dein Deck anpassen müssen.

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