FFG Reise durch Mittelerde

Moderator: WarFred

Jon Snow
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von Jon Snow »

kasi36 hat geschrieben: Mi 10. Apr 2019, 17:24 Jop ein 5er für ein paar Zeilen Code (mehr ist es nämlich nicht) finde ich schon nicht ohne....

Ich zahle für eine Szenariensammlung aus vllt. 20 Szenarien 20 EUR (siehe Zombicide, Descent 2. Edition). Die erste Edition von VdW war mit Material vollgestopft und hatte de facto 15 Szenarien.

FFG hat meiner Meinung nach im Preis-Leistungs-Verhältnis stark nachgelassen. Und lustigerweise wird, sobald so etwas geschieht, immer wieder gerne der Kinovergleich herangezogen. Mir scheint leider, dass Kino immer wieder herhalten muss, um schlechte Preise zu rechtfertigen.
Sagen wir es mal so, Kino ist in der Hinsicht ebenfalls überteuert. Ich muss dir aber generell rechtgeben, Im PLV wird FFG im moment wirklich schwächer, da überlegt man es sich wirklich mehrmals, ob man kauft. Vergleicht man Rebellion oder auch Verbotene Welten mit dem Inhalt der Box von VdW2 oder auch Reise durch Mittelerde, dann sind für den nahezu gleichen doch deutliche Unterschiede zu erkennen
Der Eiserne Thron 2.Edition, Civilization, Descent 2.Edition, Herr Der Ringe LCG, Eldritch Horror, Arkham Horror LCG, Imperial Assault
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Beckikaze
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von Beckikaze »

So, jetzt unterhalten wir uns:

https://youtu.be/DrMDB9Tfg-Q
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danom
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von danom »

Beckikaze hat geschrieben: Mi 10. Apr 2019, 18:33 So, jetzt unterhalten wir uns:

https://youtu.be/DrMDB9Tfg-Q
Für soviel Geld hätte ich mehr erwartet. Selbst das, was im Video gelobt wurde, hat mich nicht beeindruckt.

Was bringt denn zB. die Kartenziehmechanik für Skillchecks, wenn es da nur drei verschiedene Möglichkeiten pro Karte gibt (Erfolg, Misserfolg und Inspiration)? Klar verändern sich die Chancen dann auf minimale Weise dynamisch im Spiel, aber rechtfertigt das alleine wirklich das Substituieren des klassischen Würfelwurfs, mit dem man zumindest nicht andauernd Kartenstapel mischen muss? Bei Gloomhaven war es sinnvoll umgesetzt, da man sein Deck komplett ändern konnte und die Karten auch gleichzeitig stark unterschiedliche Effekte hatten (mehr Schaden, weniger Schaden, Fehlschlag, doppelter Schaden, Element erzeugen, sich unsichtbar machen, negative Karten rausnehmen etc). Bei 7th Continent, wo die Mechanik ja ebenfalls für Fertigkeitschecks verwendet wird, wurde sie gleichzeitig als Timer eingesetzt, da man mit jeder gezogenen Karte näher Richtung Game Over gerückt ist. Aber hier in dem Spiel finde ich das ziemlichen Quark und für ein Anpreisen als tolle Mechanik sehe ich keine Rechtfertigung.

Von Taktik ist auch wenig bis keine Spur, wenn die Monsterspezialfähigkeiten sich wirklich nur auf mehr Schaden machen oder mehr Schaden absorbieren beschränken. Und wenn dann noch Story und Interaktionen eintönig sind, so wie es die beiden im Video beschreiben, dann kann ich ja froh sein, dass meine Geldbörse ausnahmsweise geschont wird :)
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Beckikaze
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von Beckikaze »

Wie gesagt: Es ist eine Kunst aus den genialen Settings, die Asmodee und FFG besitzen, derart belanglose Stories zu basteln.

Bei den Let's Plays dachte ich es mir schon: Jetzt jage ich Diebe in einem HDR Spiel? Das ist der Introplot, der anfixen soll?

Da merkt man dann, wie gut die Hobbit-Trilogie trotzdem ist.

Bei Imperial Assault war das auch schon so übel. Die brauchen mal richtige Schreiberlinge und keine Wochenendpraktikanten fürs Storytelling.
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kasi36
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von kasi36 »

Was ich mir auch überlegt habe: Ein weiteres Spiel in Mittelerde brauch ich nicht.
Für Solo-Abenteuer habe ich das LCG.
Für große Schlachten gibt es den Ringkrieg.
Ausserdem gibt es noch "Abenteuer in Mittelerde" von Kosmos.
Wer die Szenarien aus den Filmen nachspielen will, kann das mit dem Tabletop von GW tun.

Insofern hat das Spiel für mich so gar keinen Reiz.
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von qwertzu »

danom hat geschrieben: Mi 10. Apr 2019, 19:23 Bei Gloomhaven war es sinnvoll umgesetzt, da man sein Deck komplett ändern konnte und die Karten auch gleichzeitig stark unterschiedliche Effekte hatten
Ist doch hier auch nicht anders. Das Deck ändert sich mit der Zeit ebenfalls, da man seine Helden dadurch "auflevelt". Man muss sich dann halt nur entscheiden, in welche Richtung man gehen möchte. Versucht man, möglichst viele Erfolge mit ins Deck zu nehmen, hat dafür aber vielleicht nicht ganz so gute Skills, oder geht man den umgekehrten Weg, dass man viele gute Skills hat, aber dafür die Chance auf Erfolge niedriger ist? Und bei den Skills gibt es ja auch noch Unterschiede, da einige neben dem normalen Effekt (der beim Ablegen der Karte eintritt), auch noch permanente Vorteile bieten, solange diese im Heldenbereich ausliegen. Diese haben jedoch auch oft noch ein Erfolgssymbol, daher muss man sich hier überlegen, ob man den Skill in den Heldenbereich legen möchte, um davon zu profitieren, aber gleichzeitig das Deck damit etwas schwächt, oder ob man lieber einen sicheren Erfolg beim nächsten Check ziehen möchte.

Und man hat ja durch das Scouting jede Runde ein wenig Einfluss auf sein Deck, und einige Helden, Klassen und Skills bieten noch mehr Scouting-Möglichkeiten, und somit noch mehr Einfluss.

Auf jeden Fall haben bislang die meisten Leute, die das Spiel bereits testen konnten, überwiegend positiv reagiert (auch wenn es bislang noch nicht viele sind). Und die große Stärke soll wohl tatsächlich das Deck sein, welches viele taktische Möglichkeiten bietet, und kein simpler Würfel-Ersatz ist.
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von Beckikaze »

Das mag sogar sein. Bringt nur wenig, wenn die Story auf Uwe Boll Niveau geschrieben ist. :mrgreen:
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von qwertzu »

Ja gut, dagegen kann man schwer argumentieren :D Aber ich warte erstmal ab, was andere dazu schreiben. FFG stand natürlich noch nie wirklich für eine gute Story, und Fluff-Nazis sollten um FFG-Produkte ohnehin einen großen Bogen machen :mrgreen: Ich mein, Bilbo, Aragorn und Legolas gehen zusammen auf die Reise, um Banditen zu jagen? Najaaaa. Hätten sie lieber mit eigenen Charakteren machen sollen, und die bekannten Charaktere als NPCs oder so eingeführt. Oder vielleicht später als Teil einer "Saga-Erweiterung" nachreichen, wo man diverse Ereignisse der Geschichte nachspielen kann.

Aber so muss es die Mechanik dann halt rausreißen, und da sieht es bislang ja ganz gut aus.
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von JanB »

qwertzu hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 10:09Ich mein, Bilbo, Aragorn und Legolas gehen zusammen auf die Reise, um Banditen zu jagen? Najaaaa.
Wer das HDR LCG spielt wird bei jedem Szenario mit ähnlichem konfrontiert. Hier werden ganze Armeen gegen Diebe, Drachen etc pp geschickt oder müssen vor einen Feind fliehen. Oder aber erweisen sich als Ermittler in einem Fall.
Man kanns halt so oder so sehen.
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Re: FFG Reise durch Mittelerde

Beitrag von danom »

qwertzu hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 09:47
danom hat geschrieben: Mi 10. Apr 2019, 19:23 Bei Gloomhaven war es sinnvoll umgesetzt, da man sein Deck komplett ändern konnte und die Karten auch gleichzeitig stark unterschiedliche Effekte hatten
Ist doch hier auch nicht anders. Das Deck ändert sich mit der Zeit ebenfalls, da man seine Helden dadurch "auflevelt". Man muss sich dann halt nur entscheiden, in welche Richtung man gehen möchte. Versucht man, möglichst viele Erfolge mit ins Deck zu nehmen, hat dafür aber vielleicht nicht ganz so gute Skills, oder geht man den umgekehrten Weg, dass man viele gute Skills hat, aber dafür die Chance auf Erfolge niedriger ist? Und bei den Skills gibt es ja auch noch Unterschiede, da einige neben dem normalen Effekt (der beim Ablegen der Karte eintritt), auch noch permanente Vorteile bieten, solange diese im Heldenbereich ausliegen. Diese haben jedoch auch oft noch ein Erfolgssymbol, daher muss man sich hier überlegen, ob man den Skill in den Heldenbereich legen möchte, um davon zu profitieren, aber gleichzeitig das Deck damit etwas schwächt, oder ob man lieber einen sicheren Erfolg beim nächsten Check ziehen möchte.
Das Deck mit den Fähigkeiten stelle ich ja auch nicht in Frage, sondern die Fertigkeitschecks, die hier und teilweise auch in dem Video, auf das sich mein Kommentar bezogen hat, als innovative Mechanik angepriesen wurden. Du schreibst, dass man durch das Aufleveln entscheiden muss, seine Skills oder seine Erfolgschancen im Deck zu optimieren. Das widerspricht aber deiner späteren Aussage, dass die Karten mit den Erfolgen wohl auch die besseren Fähigkeiten haben. Denn dann sortiert man beim Aufleveln einfach nur automatisch die Karten ohne Erfolge aus, um beides zu verbessern, außer man wird durch die Spielregeln davon abgehalten. Die Regeln hab ich selbst zwar nicht gelesen, aber in dem Rezensionsvideo wird das genau so erklärt, und ich gehe mal davon aus, dass das korrekt ist. Klar kann man die einzelnen Chancen durch Scouting oder Bereitmachen der Skills beeinflussen, aber das ändert in der Form nicht viel daran, dass der Fertigkeitscheck zwar ohne Würfel auskommt, aber von der taktischen Tiefe her gut vergleichbar mit dem Werfen eines Würfels ist und problemlos mit einer solchen Mechanik substituiert werden könnte, ohne das Spielgefühl völlig umzukrempeln. Das ist nicht schlimm, aber es ist nicht die elegante innovative (das sowieso nicht, da von 7th Continent und anderen geklaute) Mechanik, die von vielen scheinbar als einer der Kaufgründe empfunden wird.
Beckikaze hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 09:50 Das mag sogar sein. Bringt nur wenig, wenn die Story auf Uwe Boll Niveau geschrieben ist. :mrgreen:
Hey, Uwe hatte auch einen guten Film bzw. zumindest einen, bei dem der Kern des Spiels getroffen wurde: Postal :D
Gibt es den alten Knaben eigentlich noch? Der könnte doch jetzt mal Umsteigen auf das Verfilmen von Brettspielen.
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