BattleLore: Drachen, Übersetzung und erste Gedanken...

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DarkPadawan
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BattleLore: Drachen, Übersetzung und erste Gedanken...

Beitrag von DarkPadawan » Di 1. Sep 2009, 23:14

Hallo Freunde,

wie es aussieht holt FFG nun nach, was sie an Kommunikationspolitik bisher verabsäumt haben. Uns Fans kann es Recht sein. Wie schon für die Helden biete ich euch an dieser Stelle die Übersetzung des englischen Originalbeitrages (http://new.fantasyflightgames.com/edge_ ... p?eidn=761) von FFG an und möchte im Anschluss erste Gedanken dazu äußern:
Die Schlacht neigt sich dem Ende zu und die Ritter steigen von ihren Rössern, nehmen die verbeulten Helme ab und atmen die raucherfüllte Luft. Plötzlich senkt sich ein Schatten über das Schlachtfeld und das anschwellende Rauschen mächtiger Flügelschläge nähert sich rasch... dieser Kampf ist noch lange nicht vorbei.

In diesem Herbst wird ganz Europa vor der Macht dreier neuer Kreaturen erzittern!

BattleLore: Drachen, eine neue Erweiterung für das beliebte Strategiespiel BattleLore, erweckt eine der eindrucksvollsten Ikonen des Fantasy-Genres zum Leben. Diese erhabenen Kreaturen bringen Tod und Verderben über ihre Feinde, während sie hoch oben ungehindert über dem Schlachtfeld kreisen.

Waldwyvern
Stille breitet sich über dem Wald aus und ein beißender Geruch liegt in der Luft, alles Getier verkriecht sich in blinder Hast im Unterholz. Die Bewohner dieser Wälder wissen, dass man sich besser nicht blicken lässt, wenn der Waldwyvern über die Baumwipfel streicht. Mit Hilfe seines kräftigen Bisses und seinem Giftodem vergiftet er Beute und Gegner. Sobald das Gift die Venen der Opfer durchströmt, werden sie von peinigenden Krämpfen geschüttelt und brechen kurz darauf tot zu Füßen des Wyvern nieder.

Eisdraken
Er stammt aus den eisigen Gletschergebieten des Nordens und steht seinem Bruder aus den Wäldern an tödlicher Effizienz um nichts nach. Diese unmenschlich grausame Kreatur erhebt sich behände in die Lüfte und friert feindliche Einheiten mit seinem Eishauch regelrecht am Boden fest! Betroffene Einheiten nehmen dadurch zwar keinen direkten Schaden, verlieren aber jegliche Fähigkeit, Aktionen auszuführen, sei es Bewegung oder Kampf. Somit stellen sie hilflose und unbewegliche Ziele für die Attacken des Eisdraken und seiner Verbündeten dar.

Feuerdrache
Die mächtigste der drei Echsen ist der Feuerdrache. Die Flammen, die sein Maul ausstößt, sind so heiß, dass keine Art von Rüstung Schutz davor bietet. Bei jedem neuerlichen Überflug über das Schlachtengetümmel lässt er Feuer vom Himmel regnen und setzt so Einheit um Einheit in Brand. Ist er des „Grillens“ müde, setzt er zur Landung an und zerreißt die letzten, versprengten Soldaten mit seinem Maul oder zermalmt sie mit kraftvollen Schwanzschlägen im Nahkampf.

Schaut bald wieder vorbei, denn schon in den nächsten Wochen werden wir uns diese drei Bestien aus der Nähe anschauen.
Nach Durchsicht der Einheitenübersichtskarten sind mir einige Dinge aufgefallen.

* Mit dem Eisdraken und dem Feuerdrachen sind erstmals Kreaturen mit Level 2 und 3 im Angebot. Dies heißt aber auch, dass sie bei einem Einsatz auf dem Schlachtfeld mehrere Kriegsratlevels beanspruchen als bisher gewohnt. Der Feuerdrache "verbraucht" gleich drei davon. Wenn ich bei einem typischen Level 6 Kriegsrat daran denke, dass ich den Befehlshaber meistens auf Level 2 spiele, um ausreichend Kommandokarten zur Verfügung zu haben, bleibt mir gerade mal ein Level für einen anderen Meister über. Da gilt es dann abzuwägen, ob der Einsatz eines Drachens die Vorteile des Kriegsrates aufwiegen kann, oder nicht. Es werden also einige Spiele notwendig sein, um herauszufinden, welche Variante dem eigenen Spielstil eher entgegenkommt: Eine Verstärkung der Truppen durch einen Drachen oder besserer und häufigerer Einsatz von Machtkarten in einer Partie.

* Die Grundeigenschaften für die Bewegung sind für alle drei identisch. Zwei Felder watscheln und dann im Nahkampf angreifen oder zwei bis vier Felder fliegen und den Atemangriff durchführen. Vier Felder ohne Rücksicht auf Geländeauswirkungen sind natürlich perfekt dazu geeignet, den Drachen als Bedrohung in Kampfreichweite zu halten, ohne dass ihm ein Nahkämpfer gefährlich werden kann, Helden ausgenommen.
Beim Rückzug sehen wir bei einer Einheit erstmals 3 Felder/ Rückzugsflagge. Das schreit geradezu danach, den Drachen in die Enge zu drängen, um ihm mit Hilfe von gewürfelten Rückzugsflaggen Treffer zuzufügen. Wir wissen zwar noch nicht zu 100%, ob die Drachen wie auch alle anderen Kreaturen (mit Ausnahme des Trolles) durch kritische Treffer getötet werden, aber nichts auf den Karten weist auf etwas Gegenteiliges hin.

* Im Nahkampf läuft alles gemäß den Grundregeln. Die Anzahl der Kampfwürfel richtet sich nach der Fahnenfarbe (Grün=2, Blau=3, Rot=3), Bonusschläge treffen ebenso.

* Die Spezialangriffe im Flug (Gift-, Frost-, und Feuerodem) kosten Machtplättchen und zwar von eins bis drei, aufsteigend nach Fahnenfarbe. Alle überflogenen Gegner erhalten einen Zielmarker des jeweiligen Angriffstypes. Anschließend landet das Vieh und die Effekte werden ermittelt. Je nach Drachen werden pro anvisierter Einheit eine Anzahl an Kampfwürfeln geworfen, die praktischerweise gleich der Angriffswürfelzahl für den Nahkampf ist. Für jedes dabei erzielte Machtsymbol wird ein entsprechender Effektmarker (Gift, Eis, Feuer) auf die Einheit gelegt. Dies spiegelt die ansteigende Gefährlichkeit der drei Drachen mit der Fahnenfarbe wider. Wenn der Feuerdrache für jede überflogene Einheit vier Würfel werfen darf, und dabei nur ein Machtsymbol erzielen muss, um sie in Brand zu stecken, sieht der Gegner schnell alt aus. Ohne die genauen Auswirkungen der einzelnen Effekte zu kennen, ist wahrscheinlich die hohe Angriffswürfelzahl im Nahkampf und die erhöhte Chance, mit dem Feueratem Einheiten zu verbrennen, der Grund, weshalb der Feuerdrache Level 3 hat.

Alles in allem bin ich schon gespannt, wie sich die Tierchen spielen und welche Auswirkungen die Atemattacken im Speziellen haben. Bisher hatten eingesetzte Kreaturen ja ofmals den Effekt, dass sich der Gegner gleich zu Beginn auf deren Zerstörung konzentriert hat. Es würde mich interessieren, ob dies bei den Drachen auch so ist, oder ob sie so stark sind, dass der Gegner eher das Weite sucht. Andererseits ist es ja nicht unbedingt einfach, einer fliegenden Kreatur mit vier Feldern Reichweite zu entgehen, wenn sie es auf einen Kampf anlegt. Von der Seite des Besitzers gesehen, schmerzt es sicherlich, wenn der Drache schon früh im Spiel untergeht und man im Anschluss dem Machtkartenfest des Gegners ausgeliefert ist, selber hingegen mit einem mickrigen Level 3 Kriegsrat fast jede Karte charakterfremd teuer bezahlen muss.

Dark.

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