Kampagne 1, Szenario 2

Hier könnt ihr dan anderen Ermittlergruppen mitteilen, was euch bei euren Szenarien widerfahren ist.
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sardello
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Kampagne 1, Szenario 2

Beitrag von sardello » So 25. Feb 2018, 16:35

Guten Tag,

wir haben gestern Szenario 2 endlich gespielt (meine Frau und ich). Ich hatte großen Spass jedoch hatte meine Frau gemischte Gefühle nach dem Ausgang des Szenarios.

Da wir das Szenario zum ersten Mal gespielt haben, kamen natürlich einige Überraschungen hinzu. Trotzdem haben wir unserer Meinung nach kaum besser handeln können. Wir mussten letzlich aufgeben und konnten nur 3 von 6 Kultisten befragen.

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Für meine Frau kommt dieser Ausgang aber einer Niederlage gleich und sie fragt sich nun wie dieses Szenario überhaupt zu schaffen wäre (wir haben auf 'Normal' gespielt). Sie hatte grob hochgerechnet wieviele Runden noch notwendig gewesen wären bis man für die anderen drei Kultisten die Hinweise zusammen gehabt hätte und dann noch mit diesen Verhandeln oder Kämpfen müsste. Zudem meint Sie, das Spiel skaliere schlecht. Zu viert wären einige Karten mit dem Zusatz 'pro Ermittler' unmöglich zu schaffen.

Ich hatte ihr erklärt das die Aufgabe eines Szenarios nicht gleichbedeutend mit einer Niederlage wäre. Und das die Einsteigerdecks aus der Anleitung einfach nur schlecht wären und mit besseren Karten das Szenario auch schaffbar wäre. Ich war mir aber auch nicht sicher ob man mit zwei Core-Boxen das zweite Szenario schaffen kann und meinte zu ihr das man mit weiteren Packs bessere Decks zusammenstellen kann.

Das findet sie wiederum blöd. Ihrer Meinung nach müsste es auch möglich sein mit nur einer Core-Box ein Deck zusammenzustellen um zu gewinnen. Wenn man dafür erst weitere Packs kaufen muss, dann wäre es ihrer Meinung nach auch nicht besser als die ganzen kostenlosen Videospiele mit Micropayments nach dem Prinzip 'Pay to win'.

Wir werden definitiv weiterspielen und evtl. ändert meine Frau noch ihre Meinung nach dem Abschluss der Kampagne. Oder ist da vielleicht etwas wahres an ihrer Aussage dran? Ich hatte nämlich eher das Gefühl, das das Szenario so beabsichtigt aufgebaut ist, das man 'nur' einen Teilerfolg erzielen kann.

Das Spiel regt jedenfalls zu Diskussionen an und das ist für sich erstmal eine tolle Sache.

Nyarly
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Re: Kampagne 1, Szenario 2

Beitrag von Nyarly » So 25. Feb 2018, 18:04

Bitte einfach davon verabschieden, das man immer alles erreichen und erledigen kann. Viele Denken immer nach dem 2. Szenario das man das niiiieee schaffen kann alle Kultisten zu befragen. Das muss auch nicht so sein und wenn man alle immer sofort befragen kann, wäre es auch langweilig. Wie gesagt, sollte man zuerst mal seinen Anspruch sofort das Beste zu erreichen zurück schrauben. Es ist immer noch ein Arkham Horror Spiel, welches einen gewissen Schwierigkeitsgrad mit sich bringt.

Jetzt zum Thema Kartenpool. Im Prinzip kann man es schon mit den Apps und Pay-to-Win vergleichen, aber man muss auch sagen, das man ja auch pay-to-Play spielt. Wenn man nicht die Packs kauft, kriegt man auch keine neuen Szenarien. In den Packs und Erweiterungen gibt es halt neue und teils bessere Karten, die dann mehr Deckbaumöglichkeiten, um die Decks zu verbessern und zu fokussieren. Das ist auch so gewollt, damit man dann auch irgendwann relativ leicht z. B. das 2. Szenario durch rockt.

Über die Sinnhaftigkeit eines zweiten Coreset ist hier in verschiedenen Themen schon sehr oft geredet worden. Je mehr Karten rausgekommen sind, desto sinnloser ist vielleicht das zweite Grund Set, weil man Zugriff auf andere vielleicht bessere Karten hat. Wenn man aber erstmal länger nur mit dem Grundspiel spielt und sich nur sporadisch andere Packs holt, wäre ein zweites nicht verkehrt.

Ich Persönlich möchte eine zweite Machte oder eine zweite LVL0 Deduktion z. B. nicht missen.

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Grendel68
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Re: Kampagne 1, Szenario 2

Beitrag von Grendel68 » So 25. Feb 2018, 18:47

Also meine Frau und ich sind auch Neueinsteiger, haben alle drei Szenarien einmal mit den empfohlenen Decks für Roland Banks und Wendy Adams gespielt. Dann habe ich einmal alleine mit Roland und "Skids" O'Toole gespielt, aber bisher nur bis zum 2. Szenario.

An den Erstdurchlauf der Mitternachtsmasken gemeinsam mit meiner Frau kann ich mich gut erinnern. Fast alles hat geklappt, enormes Glück beim Chaosbag. 4 Kultisten befragt und froh gewesen, mit der letztmöglichen Aktion vor Mitternacht jeweils noch aufgegeben zu haben. Das war jedenfalls verdammt knapp :-)

Im Nachhinein sind uns einige Stellen aufgefallen, die wir nicht regelgerecht abgehandelt hatten. So z.B. das Verwenden einer Aktion zum Ausgeben der Hinweise für das Aufdecken neuer Kultisten. Sprich: es war verdammt knapp aufzugeben, aber bei Regelbeachtung hätten wir es selbst bis dahin nicht geschafft.

Wir hatten beide das Gefühl, dass es genau so sein sollte. Wir hatten nicht das Gefühl einer Niederlage, sondern beide das euphorische Gefühl einer knappen Flucht.

Bin aber gespannt, wie die Spieler mit deutlich mehr Spielerfahrung die Lage einschätzen :-)

sardello
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Re: Kampagne 1, Szenario 2

Beitrag von sardello » So 25. Feb 2018, 18:49

Tatsächlich habe ich die Core-Box ein zweites mal gekauft um auch mal zu dritt oder viert spielen zu können. Zwei Einstiegsdecks stehen auch immer bereit zum sofortigen loslegen.

Danke für die Antwort. Da in jedem Mythos-Pack auch ein Szenario enthalten ist, passt deine Aussage hier wirklich besser: Pay to play.

Wir freuen uns schon auf Szenario 3. Ich werde dann berichten ;)

Scimi
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Re: Kampagne 1, Szenario 2

Beitrag von Scimi » Mo 26. Feb 2018, 01:19

Laut Spielautor Matt Newman ist die komplette Grundboxkampagne mit den empfohlenen Startdecks auf Expertenstufe zu schaffen. Es braucht Glück und Können und braucht bestimmt viele frustrierende Anläufe, aber es ist offiziell möglich.

"Pay to win" ist das Spiel sicher auch nicht. Mehr Karten geben mehr Abwechslung, mehr Spielspaß, mehr Möglichkeiten. Aber selbst mit allen verfügbaren Karten in beliebiger Anzahl kann man kein Deck bauen, was einen "Mitternachtsmasken" zuverlässig wegrocken ließe. Beim AH Kartenspiel gibt es nicht immer nur gewinnen und verlieren. Gerade "Mitternachtsmasken" hat eher so etwas von einem Computerspiellevel á la "sammle in einer Minute so viele Münzen wie du kannst" — da liest ja auch keiner raus "sammle in einer Minute ALLE Münzen, die da sind oder du bist ein elender Verlierer!" ;) Ich habe jetzt auch schon reichlich Geld in das Spiel gesteckt, einen vielfältigen Kartenpool und das 2. Grundboxszenario bestimmt 50mal gespielt und bin immer noch froh, wenn ich auf 4 Kultisten komme. Dass ich alle 6 hatte, habe ich, glaube ich, 1mal gesehen… und da war es definitiv Kartenglück, kein Killerdeck oder Können. :?

Für Leute, deren Anspruch unbedingter Sieg ist, ist das vielleicht aber auch nicht das richtige Spiel… Z.B. beim Dunwich-Zyklus ist es praktisch ausgeschlossen, in allen Szenarien durchgängig die optimale Auflösung zu erreichen. Und bei Carcosa habe ich gerade überhaupt keine Ahnung, ob das, was ich mache auf einen Sieg hinarbeitet, mir mein eigenes Grab schaufelt oder nur ein möglicher von allesamt unerfreulichen Ausgängen wird. :shock:

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