Verrat – Hinter dem Schleier

Hier können Fragen zu Regeln und Karten und deren Auslegungen gestellt und besprochen werden.
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TwistedMind
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Verrat – Hinter dem Schleier

Beitrag von TwistedMind »

Hallo zusammen,

habt ihr einen Tipp, wie man gegen diese (Arsch-)Karte ankommen kann?
Ich habe es so gespielt, dass die Karte nach dem Ziehen vom Begegnungsdeck in meiner Bedrohungszone verbleibt. Wenn dann irgendwann mein Ermittler-Deck aufgebraucht ist, habe ich 10 (!!) Schaden genommen und war immer mausetot. :cry:

Ich mische nun immer schon das "Schutzsiegel" mit rein, so kann ich die ein oder andere "Hinter dem Schleier"-Karte abwehren, FALLS ich das Schutzsiegel vorher ziehe, was auch nur unregelmäßig gelingt.

Was kann ich tun? :?
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Garthnait
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Re: Verrat – Hinter dem Schleier

Beitrag von Garthnait »

Ich glaub bei uns war erst einmal die Situation da das diese Karte überhaupt zu Schaden geführt hat. Allerdings spielen wir meist auf Easy oder Standard.
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openMfly
Erzmagier
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Re: Verrat – Hinter dem Schleier

Beitrag von openMfly »

In der Kampagne habe ich mir diese Karte mindestens dreimal eingefangen. Nie kam es wirklich dazu, dass das Deck leer wurde. Standart-Schwierigkeit.
Scimi
Erzmagier
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Re: Verrat – Hinter dem Schleier

Beitrag von Scimi »

Gegen die Karte kann man im Prinzip nur 3 Dinge machen:
a) Zusehen, dass einem das Deck nicht ausgeht.
b) Den Schaden abfangen.
c) Ausscheiden.

a): Das Ermittlerdeck reicht meistens für ein Szenario aus und wird selten durchgezogen, wenn nicht Kartenziehen zur Deckstrategie gehört (Sucher sind z.B. dafür anfällig). In der Dunwich-Kampagne gehört allerdings "Milling" (also das Erzwingen, seinen Kartenstapel durchzuziehen) zur Strategie verschiedener Szenarien. Das gehört mit zu den Herausforderungen, gegen die man anspielt. Also ein Deck bauen, das kein langes Setup braucht oder das wenig auf Kartennachzug basiert oder das darauf beruht, möglichst schnell durch die Szenarien zu flitzen oder bei dem man seinen Nachschub vom Ablagestapel holt…

b): An sich ist die Verratskarte ganz nett, weil sie unmittelbar einmal gar nichts tut. Man weiß nur, dass irgendwann in der Zukunft *einmalig* ein großer Schlag landet und kann ziemlich gut abschätzen, wann es soweit ist. Man kann sich also gezielt vorbereiten, den Treffer einzustecken. Ermittler wie Zoey können den Schaden sogar einfach so ab, wenn sie bei voller Ausdauer sind. Die meisten anderen schaffen das mit einer Kugelsicheren Weste. Verbündete wie Bruder Xavier, Angeheuerter Schläger oder Der Mann mit den Roten Handschuhen kann man auch im richtigen Moment ausliegen haben. Und vor allem kann das ganze Team einem Ermittler helfen, der von dem Verrat betroffen ist: Man kann ihn heilen, aus Schaden heraushalten oder ihm per Zusammenarbeit schützende Vorteile zukommen lassen. In den meisten Fällen hat man ein paar Züge Zeit, sich gemeinsam etwas zu überlegen.

c) Offensichtlich keine Option für's Solospiel. Aber man kann die Karte einfach ignorieren, weil ja erst einmal nichts passiert. Man stirbt vielleicht in drei, vier Runden, ok. Dann spielt man bis dahin rücksichtslos, um das Team so weit wie möglich nach vorn zu bringen und das Szenario zu gewinnen. Wenn man *sicher weiß*, dass bald sowieso raus ist, gibt einem das viele Freiheiten, weil man sich nicht vorbereiten oder Ressourcen für später aufsparen muss, sondern stattdessen alles verbrennen kann, um *jetzt* Gegner zu plätten, Proben zu schaffen und das Szenendeck durchzutreten. Dass in den letzten Runden des Szenarios dann jemand fehlt, fällt nicht so ins Gewicht, wenn man gut vorarbeiten konnte. Und wenn man einen guten Ausgang erzielen und ein paar XP gewinnen konnte, ist es das Opfer allemal wert.


Ich würde im Übrigen nicht versuchen, die Karte abzuwehren, wenn man das Deck nicht fast durchgezogen hat. Im Prinzip verbrennt man Ressourcen und eine gute Karte, um etwas zu verhindern, was weit in der Zukunft liegt. Dann lieber die Effekte verhindern, die überhaupt dazu führen, dass die Decks so schnell durchgezogen werden. Oder am besten mit Die Zukunft vorhersagen dafür sorgen, dass die Karte auf jemanden fällt, der sie verkraften kann oder dessen Deck gerade noch voll ist… ;)
TwistedMind
Krieger
Beiträge: 26
Registriert: Mi 20. Dez 2017, 21:40

Re: Verrat – Hinter dem Schleier

Beitrag von TwistedMind »

Danke für die Antworten.
Scimi hat geschrieben: So 9. Sep 2018, 17:37Ermittler wie Zoey können den Schaden sogar einfach so ab, wenn sie bei voller Ausdauer sind.
Ich spiele solo und bin Zoey... trotzdem immer gescheitert! :lol: Schwierigkeit ist auf einfach/standard. Und ich bin gerade beim Finale von Dunwich, wo man immer wieder Karten vom Deck ablegen muss und ich immer das Deck durchspiele. Ich muss aber auch sagen, dass ich viele Karten habe, wo ich Karten nachziehen kann, nicht nur die vielen Fertigkeitskarten, sondern auch einige Verbündete-Karten oder auch die gepimpte Notfallausrüstung. Wo ich mich gerade frage... MUSS man überhaupt eine Karte nachziehen?? Oder KANN man? :o

Der Tipp der "Die Zukunft vorhersagen"-Karte ist prima, dann werde ich die jetzt ins Deck nehmen anstatt dem Schutzsiegel. Vor allem damit ich auch meine Orte im Begegnungsdeck finde, die ich brauche um mich in Zeit und Raum zu bewegen.

Danke nochmals. :)
Scimi
Erzmagier
Beiträge: 847
Registriert: Fr 25. Nov 2016, 15:36

Re: Verrat – Hinter dem Schleier

Beitrag von Scimi »

Ja, solo trifft einen die Karte härter, kommt aber auch seltener vor…

Ausgelöste Fähigkeiten *muss* man nicht nutzen, man kann. Nur wenn das ein anhaltender Effekt, ein Enthüllungseffekt oder irgendwas mit "Erzwungen" ist, hast du keine Wahl… ;)

Wobei ich sagen muss, dass Zoey auch nicht der ideale Solocharakter ist. Die tötet zwar viel weg, aber ist im Ermitteln dafür meistens so langsam, dass sie lange braucht und praktisch alles aushalten muss, was das Abenteuer zu bieten hat. Ein etwas weniger spezialisierter Charakter oder ein Team-up mit Rex (viele spielen auch solo "zweihändig" mit 2 Charakteren) könnten das Problem auch schon lösen.
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