Deckbau mit 2 Grundboxen

Kombos, Strategien, mutige Spinnerein ... alles was zu einem spannenden und spaßigen Deckbau für das Arkham Horror LCG gehört, kann hier rein.
Benutzeravatar
Brown_Jenkin
Späher
Beiträge: 12
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 12:50
Wohnort: Arkham, Massachusetts

Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von Brown_Jenkin » Do 23. Mär 2017, 12:12

Haltet ihr zwei Grundboxen für unbedingt notwendig, wenn ihr euch selbst Decks zusammenstellt? Wie sind eure Erfahrungen mit/ohne zwei Grundboxen beim Deckbau?
"In welche Geheimnisse war er verstrickt? Mathematik - Volkskunde - die alte Keziah - Brown Jenkin...und jetzt sah er, dass in der Wand neben seiner Couch ein frisches Rattenloch war." - H.P. Lovecraft:Träume im Hexenhaus

MrPanic
Erzmagier
Beiträge: 162
Registriert: Do 18. Aug 2016, 14:28

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von MrPanic » Do 23. Mär 2017, 12:22

Für einen Vermittler ist eine Box schon in Ordnung. Bei zwei Vermittlern stösst du auch schon sehr schnell an deine Grenzen. Sieht man ja auch schon an den Vorschlägen, da kann nicht jeder Ermittler mit jedem zusammen sein, weil dafür schon nicht genug Karten vorhanden sind.

Mit jeder Erweiterung löst sich das natürlich ein wenig auf, weil immer mehr Karten hinzu kommen.

Bei reinem Solo-Spiel mit nur einem Vermittler würde ich mir persönlich keine zweite Grundbox holen, und ggfs. mit Proxies arbeiten, wenn ich doch mal von einer Karte eine zweite Kopie ins Deck nehmen will.

Scimi
Erzmagier
Beiträge: 847
Registriert: Fr 25. Nov 2016, 15:36

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von Scimi » Do 23. Mär 2017, 12:36

Die in der Regeleinführung vorgeschlagenen Decks sind an sich spielbar, das reicht völlig, um mit einem Ermittlerpaar die Grundkampagne durchzuspielen, die Geschichte zu erleben und herauszufinden, ob einem das Spiel zusagt.

Höhere Schwierigkeitsgrade sind mit den Standarddecks allerdings frustrierend (aber generell möglich) zu spielen. Und auch wenn man sein Deck mit neutralen Karten ein bisschen modifizieren kann, ist "echter" Deckbau, der sich auf bestimmte Aspekte konzentriert und "bessere" Decks zum Ziel hat, unmöglich. Das wird etwas besser, wenn man durch die Erweiterungen Zugriff auf mehr Charaktere und Karten hat, aber wenn trotzdem viele gute/grundlegende Karten nur einmal im Deck vorkommen, bleibt es immer sehr glücksabhängig.

Die kommenden Mythospacks werden daran wohl erstmal nicht viel ändern, weil vor allem Karten mit höheren Erfahrungskosten enthalten sind. Mit dem nächsten Zyklus kann das natürlich schon wieder anders aussehen, aber bis dahin ist ein 2. Grundspiel m.E. Voraussetzung, um die (momentan ohnehin noch eingeschränkten) Deckbaumöglichkeiten zu nutzen.

lordlorien
Krieger
Beiträge: 33
Registriert: Do 16. Feb 2017, 12:28

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von lordlorien » Do 23. Mär 2017, 12:39

Ich finde Deckbau mit einer Box quasi unmöglich. Ich tendiere dazu ca. 17-18 verschiedene Karten im Deck zu haben. D.h. das ein Großteil der anderen doppelt drin sind. Meist will man ja eine gute Chance haben die ausgewählten Karten auch auf die Hand zu bekommen. Und daher will ich die dann doppelt im Deck. Selbst einige einzigartige Karten sind daher sinnvoll doppelt im Deck zu haben. Daher mE auch langfristig gut 2 Boxen zu haben. Wobei natürlich mehr als 50% des Inhalts direkt in den Müll könnten ;). Ärgerlich aber der Spaßgewinn der 2ten Box ist für mich zumindest die 25€ wert.

Spielerisch habe ich auch den Unterschied deutlich gemerkt. Habe erst nur mit den 1 Box Decks mit meiner Freundin zum Kennenlernen der Karten gespielt. Das waren Skids und Wendy. Das war machbar aber gerade Skids hatte Probleme, da er die wichtigen Karten nicht auf die Hand kriegte. Dann die gleichen Szenarien mit Doppelkarten aus 2 Sets und die Szenarien wurden erheblich einfacher und auch der Spielspass ging deutlich hoch, da man auch seine Stärken spielen konnte.

Also mE schlechtes Boxkonzept von FFG aber das kennt man ja von allen LCGs. Eigentlich sollte der Stapel der Spielerkarten doppelt in der Box sein und der Rest wie es ist und dann 35€ kosten ... aber das wäre Wunschdenken ;).

Benutzeravatar
JanB
Erzmagier
Beiträge: 4911
Registriert: Mo 23. Mai 2011, 11:21
Wohnort: Kiel

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von JanB » Do 23. Mär 2017, 12:56

lordlorien hat geschrieben:
Do 23. Mär 2017, 12:39
Ärgerlich aber der Spaßgewinn der 2ten Box ist für mich zumindest die 25€ wert.
Hier solltest du noch mal editieren :) .. für 25€ hab ich das Grundset noch nirgends gesehen.

lordlorien
Krieger
Beiträge: 33
Registriert: Do 16. Feb 2017, 12:28

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von lordlorien » Do 23. Mär 2017, 13:31

Hatte an dem Tag alles mögliche gekauft Und nicht genau geschaut 😃 Also dann 35 und stattdessen 50 € 😃

Benutzeravatar
Brown_Jenkin
Späher
Beiträge: 12
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 12:50
Wohnort: Arkham, Massachusetts

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von Brown_Jenkin » Do 23. Mär 2017, 13:54

lordlorien hat geschrieben:
Do 23. Mär 2017, 12:39
Also mE schlechtes Boxkonzept von FFG aber das kennt man ja von allen LCGs. Eigentlich sollte der Stapel der Spielerkarten doppelt in der Box sein und der Rest wie es ist und dann 35€ kosten ... aber das wäre Wunschdenken ;).
Stimme ich zu. Meinetwegen kann die Box dann auch etwas mehr kosten ;) Über die oben genannten Punkte habe ich mir natürlich schon Gedanken gemacht und ich merke auch, dass ich (bzw wir - spielen zu zweit) beim Deckbau begrenzt sind. Trotzdem wollte ich mal ne generelle Grundtendenz zu diesem Thema erfahren.

Vielleicht ist es von Bedeutung, wie man das Spiel(konzept) "interpretiert". Wenn ich mir ein (kooperatives) Spiel kaufe, gehe ich davon aus, dass die Entwickler genug Karten (oder was auch immer) in die Box packen, so dass das Grundspiel funktioniert und schaffbar ist. Also nach dem Motto: "Hier habt ihr euer Material, seht zu wie ihr mit der Herausforderung zurecht kommt." Das war für mich auch reizvoll, als ich zum ersten Mal von LCGs erfahren habe: Man kauft nicht blind irgendwelche Booster Packs. Warum sollte man also der Auffassung sein, dass das Spiel nur funktioniert, wenn man es sich zwei mal kauft? Versteht mich nicht falsch, mir leuchten eure Argumente ein und ich überlege auch, mir das Grundset nochmal zu kaufen. Es ist nur etwas ärgerlich, weil man ja in Zukunft Geld in die Erweiterungen und Szenariopacks investieren möchte und viele Karten aus der Grundbox zudem auch sinnlos sind (doppelte Ermittler, Ortskarten, Begegnungskarte etc...).
"In welche Geheimnisse war er verstrickt? Mathematik - Volkskunde - die alte Keziah - Brown Jenkin...und jetzt sah er, dass in der Wand neben seiner Couch ein frisches Rattenloch war." - H.P. Lovecraft:Träume im Hexenhaus

Scimi
Erzmagier
Beiträge: 847
Registriert: Fr 25. Nov 2016, 15:36

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von Scimi » Do 23. Mär 2017, 14:19

Deckbau ist nur ein Aspekt des Spiels, der nicht für alle den Reiz ausmacht und den man auch durchaus ignorieren kann. Ich denke, es gibt genug Leute, die das als "Kartenversion von Arkham Horror für 35€" einfach als Gesellschaftsspiel spielen werden - zumindest als Einstiegspunkt.

Und die Lifestyle-Gamer, die sich sowieso schon mit dem Kauf der Grundbox dazu entschieden haben, das Spiel durchzukaufen, werden mit der Zeit soviel Geld investiert und so viele nutzlose, nie gespielte Karten im Schrank haben, dass der Überschuss aus der 2. Grundbox da auch keine Delle mehr reinmacht.

Und wie gesagt, Deckbau ist im Augenblick auch mit beluebig voelen Grundspielen noch recht begrenzt, es gibt einfach zu wenige Karten, um für einen Ermittler wirklich radikal unterschiedliche Decks zu bauen.

Benutzeravatar
Garthnait
Erzmagier
Beiträge: 119
Registriert: Do 2. Mär 2017, 20:04

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von Garthnait » Do 23. Mär 2017, 17:57

Ich finde das Konzept, das man 2x die Grundbox (oder wie bei GoT 3x) braucht um von allen Karten Playsets zu haben auch ein bissel fragwürdig. Da gäbe es bessere Lösungen, wie z.B. entweder man macht die Grundbox einfach größer und teuerer und packt Playsets aller Karten rein, oder man verkauft Grundset-Erweiterungs-Packs, die einem eben diese fehlenden Karten hinzufügen. Wäre auch Umweltfreundlicher, aber das nur am Rande. ;)

Wenn ich mich entschieden habe ein LCG zu spielen, dann ganz oder gar nicht. Für mich stellte sich die Frage nach der 2. Grundbox erst gar nicht, das war schon beschlossene Sache als ich von dem Spiel gehört habe. Ich hab auch 3 GoT Grundsets oder auch 3 Warhammer Conquest Grundsets. ^^ Ist halt schade um die Karten die man nicht benötigt.

Scimi
Erzmagier
Beiträge: 847
Registriert: Fr 25. Nov 2016, 15:36

Re: Deckbau mit 2 Grundboxen

Beitrag von Scimi » Do 23. Mär 2017, 20:34

Anscheinend gehen aber gerade bei der Grundbox eine Menge Verkäufe an Leute, die das Spiel erstmal ansehen wollen, aber dann nicht dabei bleiben oder zumindest nicht ernsthaft einsteigen. Das sind vielleicht nicht die Spieler, die man haben will, aber die finanzieren die Auflage trotzdem mit. Mit einer teureren Grundbox, die eher auf die Kernspieler zugeschnitten oder einem "Playset-Upgrade"-Produkt, das nur die zweiten Spielerkarten nachliefert, müsste man wahrscheinlich ganz anders kalkulieren.

Womöglich würde man am Ende als Kunde keine nennenswerte Ersparnis haben und die Verbreitung des Spiels/ die Attraktivität für Händler wäre geringer, was dann letztendlich auch die Käuferschaft für Erweiterungen begrenzt.

Und da man sich als Verlag sowas überlegen muss, bevor das Spiel überhaupt angekündigt wird und man irgendeine Art von Feedback hat und dann am besten Preise festlegt, mit denen man auch in 5 Jahren noch leben kann, ist ein neues Spiel immer ein Risiko, bei dem man lieber auf der sicheren Seite rechnet - nach der Veröffentlichung durchzurechnen und drauf zu kommen, das es doch anders gegangen wäre, ist halt immer nur hinterher möglich.

Antworten

Zurück zu „Arkham Horror LCG Deckbau“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast