Schuldig oder unschuldig

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Mortiis
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Schuldig oder unschuldig

Beitrag von Mortiis » Sa 14. Feb 2009, 18:07

Ist vielleicht eine ziemlich blöde Frage, aber ich gebe sie hier trotzdem mal an euch weiter:
Werden Figuren, wenn sie einmal auf die Unschuldig-Seite gedreht wurden, eigentlich wieder zurück gedreht, wenn sich die Situation entsprechend ändert?
Das steht nirgends ausdrücklich in den Regeln.
Wenn sie permanent unschuldig liegen bleiben, konzentriert sich der Inspektor bei unseren Spielen eigentlich nur noch auf die anderen Charaktere...
Es kommt uns dann imer so vor, dass man bei der kleinsten Unaufmerksamkeit als Jack dem anderen Spieler mehr oder weniger den Sieg schenkt.
Danke schonmal für eure Hilfe!
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Gnubbel
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Re: Schuldig oder unschuldig

Beitrag von Gnubbel » So 15. Feb 2009, 11:51

Hallo Mortiis,

ist eine Figur unschuldig, bleibt sie es auch. Ma´ßgeblich für die Frage ist schließlich immer der Status von Jack (gab es Zeugen oder nicht). Da ja immer die Marker umgedreht werden, unter der sich Jack nicht befinden kann, sind diese dann auch eindeutig unschuldig. Ist Jack also "im LIcht", so sind alle Figuren "im Schatten" eindeutig unschuldig und umgekehrt. Sonst würde ja das ganze Spiel auch nicht funktionieren.

Und du hast durchaus recht. Für Jack kann ein kleiner Fehler tatsächlich das Aus bedeuten. Je länger eine Partie dauert, desto genauer muss man sich als Jack überlegen was man selber macht und was der Gegner wohl mit welcher Figur unternimmt. Passiert Jack allerdings schon sehr früh ein kleiner Denkfehler (ich habe es tatsächlich mal geschafft, nach der ersten Runde als Jack nur noch zwei potenzielle Täter übrig zu lassen :oops: ), dann kannst du nur noch versuchen auf Flucht zu spielen, die 8 Runden überstehst du so natürlich nicht mehr.
Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr. (Plato)

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Re: Schuldig oder unschuldig

Beitrag von Mortiis » So 15. Feb 2009, 20:03

Super, vielen Dank!
Dann haben wir ja bisher alles richtig gemacht... zumindest regeltechnisch ;)
Die Frage kam uns deshalb in den Sinn, weil wir das Gefühl hatten, dass ein guter Start für Jack doch extrem von dem Charakter, den der Jack-Spieler zieht, und den darauf folgenden ersten 4 Spielzugcharakteren abhängt. Bei uns kommt das Spiel leider nicht all zu häufig auf den Tisch, was mich nicht grade zum ausgefuchstesten Jack-Spieler macht. Es bauen sich zumindest immer bei meinen Mitspielern Aversionen gegen Jack auf, so dass ich ihn immer übernehme um es überhaupt mal auf den Tisch zu bekommen :cry:
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Re: Schuldig oder unschuldig

Beitrag von Gnubbel » So 15. Feb 2009, 22:11

Versuch es so wie ich. Das Spiel ist kurz genug um zwei Partien zu spielen, also kann jeder ein Mal den Jack und ein Mal den Inspektor spielen. Und wenn Jack in beiden Partien gefasst wurde, gewinnt derjenige, der als Jack am längsten ausgehalten hat. Jack ist auch eines der Spiele, dass eigentlich immer mehr Spaß macht, je öfter man es spielt. Die verschiedenen Fähigkeiten und vor allem deren Kombinationen sind für mich ein ganz besonderer Reiz und hinter die ganzen Möglichkeiten kommt man am Besten mit etwas "Übung".
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Re: Schuldig oder unschuldig

Beitrag von Mortiis » Do 19. Feb 2009, 22:52

Wie gesagt: Wenn ich ihn nicht übernehme, spielt keiner mit.... nur gut, dass ich auch gut verlieren kann :)
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Re: Schuldig oder unschuldig

Beitrag von bigjj76 » Do 19. Mär 2009, 14:48

Mr. Jack ist ein hoch interessantes, asymmetrisches Deduktionsspiel für 2 Spieler. Auf dem Spielplan bewegen sich insgesamt 8 Figuren mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Ein Spieler übernimmt die Rolle vom flüchtenden Jack, hierzu wird ihm eine der acht Figur zum Spielbeginn zugelost. Der andere Spieler übernimmt die Verfolger. Seine Aufgabe ist es die Figur Jack zu entlarven und mit einer Verfolger-Figur zu fangen. Dabei ist die Steuerung der Figuren recht trickreich gelöst, denn beiden Spieler können grundsätzlich alle Figuren nutzen, wobei jede Figur noch eine Sondereigenschaft hat. Zu Beginn einer Runde werden vier der acht Karten aufgedeckt. Der Startspieler wählt eine Figur aus die er nutzen möchte. Danach wählt der andere Spieler zwei Figuren aus und die vierte und letzte Figur bleibt wieder für den Startspieler. In der direkte Folgerunde werden die vier restlichen Figurenkarten aufgedeckt die dann wieder nach dem gleichen Prinzip abgehandelt werden. Am Ende einer Runde, also immer nachdem vier Figuren bewegt worden sind, muss der Spieler der den Jack spielt einen Hinweis an den anderen Spieler geben. Das Spielbrett zeigt ein Netz von Gassen, die aus Hexfelder bestehen und über die sich die Figuren im Spiel bewegen. Einige dieser Felder werden durch Gaslaternen „beleuchtet“. Der Jack-Spieler muss nun verraten ob Jack im Licht steht oder im Dunkeln. So wird der Kreis der Verdächtigen von Runde zu Runde geringer. Mr. Jack hört sich zunächst nach stinknormalen Deduktionsspiel an, wie es viele auf dem Spielemarkt gibt. Aber aufgrund der Sondereingenschaften der Figuren und der variablem Zugreihenfolge sticht es aus der Masse heraus. Dabei ist es nicht schwer die Sondereigenschaften anzuwenden, die Kunst besteht eher darin diese zu schlagkräftigen Combos zu basteln, oder halt zu verhindern, je nachdem welche Seite man spielt. Mr Jack dauert ca. 20 Minuten, so dass man problemlos eine Rückrunde mit vertauschten Rollen spielen kann. Meist bleibt es aber nicht bei einer Doppelrunde, denn Mr. Jack macht süchtig. Macht richtig Spaß Freunde!!!

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