Grundset.. Banal

Sollte Redebedarf zu den Regeln dieses Spieles bestehen: Hier ist der richtige Ort dafür
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JanB
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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von JanB » Fr 6. Nov 2015, 08:57

Es ist halt diese Flut an Möglichkeiten und Aktionen mit der man sich während seines Heldenzuges in den ersten Runden konfrontiert sieht. Entweder man hats verstanden oder aber es wächst einem über den Kopf.
Bei mir hat das so 3-4 Anläufe gedauert, bis sich so langsam ein roter Faden entwickelt hat. Daher ist es schwer, dieses Spiel gleich bei der ersten Partie einer Gruppe schmackhaft zu machen.
Ebenso die Tatsache, dass das global bekannte "alle Gegner töten" hier gar nicht das Ziel, sondern nur ein nettes Beiwerk ist.

Ich hatte NüV gestern einem Kumpel gezeigt. Er ist eigentlich recht aufgeschlossen solcher Spiele gegenüber und hat genug Spielerfahrung, um die Mechaniken schnell zu erfassen.
Daher ging es mit dem Bogenschützen (er) und der Klerikerin (ich) [ ich hatte mir schon gedacht, dass man sie immer mitnehmen muss :) ] in die Wildnis.

Begegnung Nr.1 war das Totem des Zorns. Diese Karte verlangt bei zwei Spielern nach 8 Fortschrittsmarkern, welche darüber generiert werden, dass man die Begegnung selbst angreift und Schaden halt in Marker umgewandelt werden. Zusätzlich lagen noch 5 Gegner aus, von denen jeder von uns 2 Stück in die <H> bekam. An dieser Stelle versuchte ich zu erklären, dass der eigentliche Weg der wäre, die Begegnung zu eliminieren und die Gegner außer Acht zu lassen. Vor allem, da der Verstärkungsmarker durch diese Begegung um 2 verschoben wird.
Nun gut, um die Mechaniken zu demonstrieren haben wir eine Runde lang auf die Gegner gekloppt. Leider waren wir dabei nicht so erfolgreich, so dass es in der Verteidigungsphase Gegenangriffe hagelte, die Zustände dann aber drei der Gegner dahinrafften. Dann gabs ne Verstärkung von 2 Gegnern und in der folgenden Angriffsphase haben wir dann das Totem kaputt gemacht.
Die Verteidigungsphase verlief dann so, dass wir so langsam alle Karten auf dem Friedhof hatten.
Dann würde die aktive Begegnung abgelegt und bis auf zwei unbarmherzige Gegner wurde der Rest zerstreut.
An dieser Stelle haben wir dann abgebrochen, da es uns unmöglich war die übrigen Gegner zu töten geweige denn Karten vom Deck zu ziehen, um überhaupt etwas zu tun.

Nach so einer Präsentation wollte mein Kumpel dann auch keine weitere Runde spielen. Es entwickelte sich kein Spielspass, sondern nur Frust, was ich durchaus verstanden habe.

An dieser Stelle Blicke ich in Gedanken dann in Richtung Pathfinder, wo man eigentlich nie in solche Situationen kommt, obwohl man glücksabhängig würfeln muss.
Vielleicht ist aber auch "in die Wildnis" kein wirkliches Einstiegsabenteuer .. vielleicht muss ich einfach mal ein anderes versuchen.

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openMfly
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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von openMfly » Fr 6. Nov 2015, 09:04

Ich habe deine Berichte hier und an anderer Stelle gespannt verfolgt. Das ist dann doch etwas ernüchternd.
Pathfinder habe ich vor kurzem angefangen. Bisher macht es Spaß. Allerdings wiederholt sich alles immer wieder und ich habe das Gefühl, dass ich nicht wirklich Entscheidungen treffe oder Strategie brauche.
NüV hatte im Vorfeld soviel Lob erhalten. Gut mal andere Meinungen zu hören. Vor allem von dir, da wir ja anscheinend in etwa die gleichen Spiele mögen.
Ich werde es mir irgendwann wohl trotzdem zulegen. Vielleicht hat es sich bis dahin auch weiterentwickelt.

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JanB
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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von JanB » Fr 6. Nov 2015, 10:11

openMfly hat geschrieben:Ich habe deine Berichte hier und an anderer Stelle gespannt verfolgt. Das ist dann doch etwas ernüchternd.
Pathfinder habe ich vor kurzem angefangen. Bisher macht es Spaß. Allerdings wiederholt sich alles immer wieder und ich habe das Gefühl, dass ich nicht wirklich Entscheidungen treffe oder Strategie brauche.
NüV hatte im Vorfeld soviel Lob erhalten. Gut mal andere Meinungen zu hören. Vor allem von dir, da wir ja anscheinend in etwa die gleichen Spiele mögen.
Ich werde es mir irgendwann wohl trotzdem zulegen. Vielleicht hat es sich bis dahin auch weiterentwickelt.
Und genau hier trennt sich Pathfinder von NüV .. in NüV gibt es kein Glücksmoment in Form von Würfeln. Alles lässt sich aus den vorhanden Karten ablesen, so dass Du hier die vermissten Entscheidungen und Strategien entwicklen musst, um das Optimum aus Deinen Karten heraus zu holen. Sollte das Optimum nicht reichen, ist halt Feierabend. Das schmerzt und erzeugt Frust, ist aber im Vergleich zu Pathfinder weniger schmerzhaft, da man hier keinen entwickelten Charakter verliert - man startet jedes Abenteuer mit dem Grunddeck.

NüV kommt halt mit einer Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten:
- Orte mit unterschiedlichen Effekten + unterschiedlichen Boni auf Regeneration
- Begegnungen -> Gegner
- Gegner selber
- Heldengruppe (Anzahl und Charaktere)
Diese vier Faktoren sind zu jedem Spiel in irgendeiner Art anders, so dass jedes der 4 mitgelieferten Abenteuer bei erneuten Spielen wieder anders ist.
Die einzige Konstante in jedem Abenteuer ist der Endgegner, der aber wiederum Bestandteil einer Begegnung ist, die vom Gegneraufkommen her wieder variiert.

Vielleicht ist meine negative Haltung auch darin zu begründen, dass ich noch keinen Erfolg auf meinem Weg durch Valskyrr errungen habe.
Ich mag das Spiel und das Potential, dass es hat, jetzt muss ich es nur noch knacken.

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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von wolle77 » Fr 6. Nov 2015, 13:35

Ich habe auf BGG ein Sessionreport gelesen, da hat einer mit einem Held das Einstiegsszenario gemeistert inklusive
Heilung auf dem Startfeld nach ner Rückreise. Das fand ich sehr interessant, da sich sich die Berichte sonst so gelesen haben,
dass eine Niederlage vorprogrammiert ist, wenn man sich eine Runde ausruht (Zeitleiste).

Zumindest habe ich das mit meinem bescheidenen Englisch so verstanden.

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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von JanB » Fr 6. Nov 2015, 13:48

In jeder Reisephase hat man als Gruppe die Möglichkeit einen angrenzenden Ort zu besuchen. Die Herbege bietet dabei die höchste Regenerationsrate (+4), so dass eine Rückreise bei einem 1x4 Spielfeld halt dauert. Alternativ kann man Münzen bezahlen, um den Gruppenmarker auf einen nicht aufgedeckten, gefährlichen oder überrannten Ort zu bewegen, der mit dem aktiven Ort durch eine ununterbrochene Reihe angrenzender, aufgedeckter sicherer Orte verbunden ist, zu bewegen. Die Anzahl der Münzen entspricht der Spieleranzahl. Somit kann man im Solo-Spiel in der Herberge regenerieren und anschließend billig für eine Münze über die Karte wetzen, um den Endgegner zu stellen.
In einem 4er Spiel sieht das schon anders aus, da 4 Münzen ebenso eine potentiell gute Karte bedeutet oder halt 2 für 2 Spieler.

Aber.. ich werde diese Idee mal im Kopf behalten. Vielleicht muss man nicht immer weiterlaufen, sondern einfach mal wieder daheim einkehren, Kräfte sammeln, um dann gestärkt/ausgeruht weiterzumachen.

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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von OnkelZorni » Sa 7. Nov 2015, 11:23

@wolle77

Es ist tatsächlich so, dass das "Intro-Szenario" aufgrund der stark verkürzten Zeitleiste mehr als nur knackig ist. Ein oder zwei Runden mehr hätten dem Szenario gut getan. Die späteren Szenarien spielen sich (trotz größerer Karte, zusätzlicher Begegnungen) angenehmer, da man mehr Möglichkeiten hat seine Chars zu entwickeln (Karten kaufen) und diese effizienter einzusetzen.

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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von wolle77 » Fr 13. Nov 2015, 21:39

Also bei mir läufts immer noch nicht.. Irgendwas ist immer, wo ich ewig in der Anleitung suchen muss.
Macht im Moment keinen Spaß. Der Grund ist die Anleitung.

Das letzte Problem war wieder eine Begegnungskarte "Jedes mal wenn ein Gegner das Spiel verlässt ein Fortschrittsmarker"..
Wann "verlässt" ein Gegner das Spiel. Wo steht in der Anleitung was "Gegner verlässt" ist ?

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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von JanB » Fr 13. Nov 2015, 22:12

Für mich ist 'das Spiel verlassen', wenn der Gegner auf den Ablagestapel wandert und vorher im Spiel offen auslag.

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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von wolle77 » Sa 14. Nov 2015, 08:45

So hab ich das auch interpretiert, nur sicher war/bin ich mir nicht.

Und ist es normal, dass man die Siegbedingung der Begegnungskarten im Normalfall über die Fortschrittsmarker erreicht?
Weil keine Gegner als Siegbedingung heißt ja, das Gegner in H&A-Zone besiegt sein müssen!?!

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Re: Grundset.. Banal

Beitrag von JanB » Sa 14. Nov 2015, 09:07

Jup, es ist nicht immer nötig alle Gegner uu besiegen. Oft ist das auch gut so.

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