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Im Jahr des Drachen

Verfasst: Di 6. Nov 2007, 11:17
von Gnubbel
Naja damit das Forum hier nicht so leer bleibt ;) mal mein Ersteindruck und eine kleine Anregung zu "Im Jahr des Drachen":

Das Spiel ist nicht nur optisch sondern auch von den Spielmechanismen her nett gemacht, auch wenn man irgendwie das Gefühl hat, dass die Verlage sich abgesprochen und 2007 zum Jahr des fernen Ostens erklärt haben. Zumindest konnte ich mich dieses Eindrucks speziell auf der Spiel 07 nicht erwehren. Andererseits ist diese Feld ja auch noch lange nicht so "ausgelutscht" wie viele andere Szenarien.

Was mich an "Im Jahr des Drachen" durchaus begeistern kann, ist die Fülle an Möglichkeiten und die Art und Weise wie jede Entscheidung für eine Aktion auch immer eine klare Entscheidung gegen andere Alternativen ist, was durchaus auch mal zu einer Wahl zwischen dem kleineren von zwei Übeln werden kann. Sowas wie eine "eierlegende Wollmlichsau"-Strategie gibt es bei dem Spiel schlicht nicht. Man müsste sich schon im Vorhinein überlegen welche (negativen) Ereignisse man wohl am besten einfach versucht zu ertragen, irgendwie zu überstehn oder aus welchen man vielleicht sogar Kapital in Form von Siegpunkten schlagen kann und muss. Leider machen einem diese Vorüberlegungen die Mitspieler bewusst oder unbewusst gerne mal zu nichte. Wenn man sich anschließend (ein mal pro eigener Spielrunde) für einen neuen Palastbewohner entscheiden muss steckt man meist schon in der nächsten Zwickmühle. Je mehr Siegpunkte oder sonstige Vorteile dieser Bedienstete nämlich theoretisch zu produzieren im Stande wäre, desto weniger bringt er einem im Hinblick auf die eigene Position in der Spielerreihenfolge. Diese ist wichtig, da es zwar immer genau so viele Aktionsgruppen gibt wie Spieler, Aber wer zu spät kommt den bestraft auch hier mal wieder das Leben. Denn kostenlos ist jede Aktion nur für den Spieler der diese in der aktuellen Runde als erster wählt. Das kann vor allem dann knallhart nach hinten losgehn wenn einem das Geld für eine im wahrsten Sinne überlebenswichtige Aktion fehlt weil man sich entweder verplant oder schlicht verzockt hat. :shock: Alles in finde ich ist "Im Jahr des Drachen" nach einigen schwächeren Alea Spielen (vielleicht waren die auch einfach nicht so nach meinem Geschmack) mal wieder ein nettes, kuzweiliges Familienspiel geworden. Auch wenn man schon etwas spielerische Routine braucht um in den ersten Partien nicht von den monatlichen Ereignissen reihenweise kalt erwischt zu werden.

Zum Schluss noch das was ich am besten kann.... etwas Kritik üben: 8-)
Mir ist bei einer Testpartie am vergangenen Wochenende aufgefallen, dass die "Feuerwerkskörper" Marker recht schnell verbraucht sind wenn sich mehrere in den Kopf gesetzt haben das Feuerwerk für sich zu entscheiden. Kann Zufall gewesen sein, allerdings finden sich in der Schachtel bzw. im Stanzbogen deutlich weniger "Feuerwerkskörper" als "Reis" Marken, daher mussten diese dann jeweils unter einem Feuerwerksmarker versteckt gestapelt als Ersatz herhalten.

Re: Im Jahr des Drachen

Verfasst: Do 22. Nov 2007, 15:56
von Colossus
Das mit dem Feuerwerk wundert mich dann doch ;-)
Habe jetzt nach einigen Partien auf den Karsruher Spieletagen nicht den Eindruck, dass die wirklich knapp werden. Interessant ist die Frage, mit wievielen Spielern du die Knappheit erlebt hast. Bei voller Besetzung snd nämich immer alle am Rotieren, damit nicht alles den Bach runtergeht, da war selten Zeit zum feuerwerken :)
Mein Eindruck ist, dass es ein echtes Planerspiel ist (was ja nicht jedermanns Sache ist), aber der Mechanismus ist wirklich stimmig...

Re: Im Jahr des Drachen

Verfasst: Do 22. Nov 2007, 20:31
von Gnubbel
Inzwischen muss ich auch sagen, dass wir in der ersten Partie wohl einfach nur zu geil auf Raketen waren. Auch wenn es sonst ganz gut lief, hat das "Wettrüsten" am Ende im Grunde zu wenig gebracht. Wenn man das erst mal weiß geht es ganz gut.