Wie gut ist Conquest?

Hier kann über das erweiterbare Kartenspiel in der Welt von Warhammer 40.000 diskutiert und philosophiert werden.
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gr4ffi
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von gr4ffi » Do 20. Nov 2014, 11:21

TKundNobody hat geschrieben:Dazu kommt, dass auch eine Karte nicht nur für ein Modell, sondern gleich eine ganze Einheit repräsentiert.
Meinst du damit Squads? Das trifft ja auf viele der Infantriekarten zu, macht aber das Problem nich unbedingt besser. Ob jetzt drei Leute oder einer auf nem Planeten hocken
Gobbo hat geschrieben:Also Quasi: Der taktische Trupp Cardinis hält die Gießerei, während die Bloodangel Veteranen ins Marktviertel vorrücken und der Landraider den Zugang
zu den Kasernen sichert.
Das finde ich gleich viel ansprechender!! Bei Dawn of War und anderen RTS Titeln und auf dem Tabletop treffen doch auch ständig andere Fraktionen auf soner kleinen Karte aufeinander. Das ist doch eingängig und ergibt ein tolles Schlachtgefühl. Man muss doch nicht klären was die Fraktionen da hinführt. Im Gegenteil obliegt das gerade der Fantasie der Spieler und vielleicht könnte man Szenarien nachbauen in denen berühmte Warlords aufeinander treffen. Man könnte in jeder Deluxe Expansion ein weiteres Terrainset einfügen und so für Abwechslung sorgen. Wenn du dich dann fragst wieso 9 Fraktionen jedes mal um die Stadt oder die Landschaft kämpfen, dann könntest du dich auch fragen wie 9 Fraktionen jedes mal um die 7 Planeten kämpfen... also irgendwie erklärt das nicht richtig für mich warum jetzt Planeten ein besserer Kampfschauplatz sein sollen.

sg181
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von sg181 » Do 20. Nov 2014, 12:26

Neulich habe ich eine recht schöne Erklärung für das Problem "Planetenmaßstab" gelesen, vielleicht sogar hier im Forum.
Der User legte es storytechnisch so aus, dass die Kämpfe, die von den Spielern ausgetragen werden, Schlüsselgefechte einer sehr viel Größeren Schlacht auf diesem Planeten darstellen.
Man könnte also z.B. sagen, es geht um das schlachtentscheidende Erobern einer strategisch wichtigen Stadt oder eines Kommunikationsaußenposten oder den Kampf um einen Nachschubkonvoi.

Natürlich bleibt das alles sehr abstrakt. Mich persönlich stört das eh nur bedingt, aber die Idee von einem Schlüssel gefecht von nur ein paar Einheiten, die über den Erfolg der Schlacht entscheiden, fand ich ganz gut.

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von Fearamus » Do 20. Nov 2014, 12:31

Beim Star Wars LCG wurde ähnlich argumentiert. "Wie kann es sein, dass Yoda einen Sternzerstörer vom Himmel holt?". Man muss eben eine Geschichte drumherum spinnen. Die richten Einheiten, Charaktere, Fahrzeuge und Ereignisse am zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind das Zünglein an der Waage und bringen die entscheidenden Wendungen. Bei Star Wars hat das wunderbar gepasst. Bei 40k sollte man sich ähnlich arrangieren können.
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von gr4ffi » Do 20. Nov 2014, 13:18

Meine Theorie zu Spieltiefe oder auch Spielgefühl (Wie stark kann ich in eine Spielwelt eintauchen?) wäre Folgende und das kann ich auch hier wieder beobachten:
Wenn Spieltiefe fehlt oder zumindest als Kritikpunkt thematisiert wird finden viele Spieler schnell eine Erklärung drumherum und arrangieren sich. Selten spricht man danach noch von einem echtem Störfaktor. Aber ich glaube wenn ein Spiel von vornherein richtig gut in die Richtung Spieltiefe designt wird, dann ist die Wertschätzung umso größer. Viele Spieleentwickler legen aber mehr Wert auf die Balance, statt auf die Spieltiefe, weil die Comunity bei Balanceschwächen sehr viel kritischer reagiert. Ich kann die Theorie auch nicht richtig begründen, nur sagen, dass ich es so beobachten kann. Ich für meinen Teil finde Spieltiefe extrem wichtig, genauso wichtig wie Balance. Meine Vermutung wäre also: Wenn wir diesen Punkt bei Conquest nicht hätten und es ne konsistente und atmossphärische Spielwelt wäre, dann wäre das Spiel gleich viel besser.
sg181 hat geschrieben:Neulich habe ich eine recht schöne Erklärung für das Problem "Planetenmaßstab" gelesen, vielleicht sogar hier im Forum.
Der User legte es storytechnisch so aus, dass die Kämpfe, die von den Spielern ausgetragen werden, Schlüsselgefechte einer sehr viel Größeren Schlacht auf diesem Planeten darstellen.
Man könnte also z.B. sagen, es geht um das schlachtentscheidende Erobern einer strategisch wichtigen Stadt oder eines Kommunikationsaußenposten oder den Kampf um einen Nachschubkonvoi.

Natürlich bleibt das alles sehr abstrakt. Mich persönlich stört das eh nur bedingt, aber die Idee von einem Schlüssel gefecht von nur ein paar Einheiten, die über den Erfolg der Schlacht entscheiden, fand ich ganz gut.
Wie erklärst du dann, dass mobile o.Ä. Einheiten einfach auf andere Planeten hüpfen? Wo liegt dein HQ? Warum schießt sone kleine Ork Kanonä auf andere Planeten rüber? Mir eine sehr viel größere Schlacht vorzustellen ist nett, aber dann komme ich mir eher klein vor und frage mich wie es funktioniert ein paar Einheiten mehr in die Schale zu werfen und einen Resourcenbonus dadurch herauszuarbeiten. Natürlich kann man sich mit Allem arrangieren und drumherum reden, aber ist das dann noch eine gesunde Spielatmossphäre?

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von Elden » Do 20. Nov 2014, 13:30

gr4ffi hat geschrieben:Wie erklärst du dann, dass mobile o.Ä. Einheiten einfach auf andere Planeten hüpfen? Wo liegt dein HQ? Warum schießt sone kleine Ork Kanonä auf andere Planeten rüber? Mir eine sehr viel größere Schlacht vorzustellen ist nett, aber dann komme ich mir eher klein vor und frage mich wie es funktioniert ein paar Einheiten mehr in die Schale zu werfen und einen Resourcenbonus dadurch herauszuarbeiten. Natürlich kann man sich mit Allem arrangieren und drumherum reden, aber ist das dann noch eine gesunde Spielatmossphäre?
Du hast Probleme...
Verwechselst du gesunde Spielatmossphäre mit Realismus, sprich einer hochkomplexen Wirtschafts-/Kriegssimulation?

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von TKundNobody » Do 20. Nov 2014, 13:44

Elden hat geschrieben:
gr4ffi hat geschrieben:Wie erklärst du dann, dass mobile o.Ä. Einheiten einfach auf andere Planeten hüpfen? Wo liegt dein HQ? Warum schießt sone kleine Ork Kanonä auf andere Planeten rüber? Mir eine sehr viel größere Schlacht vorzustellen ist nett, aber dann komme ich mir eher klein vor und frage mich wie es funktioniert ein paar Einheiten mehr in die Schale zu werfen und einen Resourcenbonus dadurch herauszuarbeiten. Natürlich kann man sich mit Allem arrangieren und drumherum reden, aber ist das dann noch eine gesunde Spielatmossphäre?
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Verwechselst du gesunde Spielatmossphäre mit Realismus, sprich einer hochkomplexen Wirtschafts-/Kriegssimulation?
+1 für dienen Beitrag Elden. Dazu kommt, dass es durch die dortvorhande teleportaions/Warpinfrastruktur möglich ist ;) Das HQ wird wohl einer der riesigen Kreuzer sein aus denen sich u. a. Terminagoren auf die Oberfläche eines Planeten teleportieren. Wenn du große Schlachten willst brauchst du das W40K Tabletop. ;)
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von gr4ffi » Do 20. Nov 2014, 14:07

Elden hat geschrieben:Du hast Probleme...
Verwechselst du gesunde Spielatmossphäre mit Realismus, sprich einer hochkomplexen Wirtschafts-/Kriegssimulation?
TKundNobody hat geschrieben:+1 für dienen Beitrag Elden.
Nein ich hab keine Probleme und danke dir für diesen äusserst konstruktiven Beitrag zur Diskussion, der auch noch befürwortet wurde :D Jetzt werd ich mich auch raushalten, denn es fängt an unsachlich zu werden. Schade, denn die Diskussion war sehr anregend. Abschließend will ich nochmal betonen, dass ich mich mit den angesprochenen Punkten auch arrangieren kann und Conquest gern spiele. Ich wollte lediglich aufzeigen, dass man sich differenziert damit auseinandersetzen kann.

Edit: Vielleicht noch eine witzige Frage, die man sich stellen kann: Angenommen in Conquest würde man statt um Planeten um Landschaftsabschnitte kämpfen oder Städte o.Ä. Dimensioniertes. Könntet ihr euch vorstellen, dass dann jemand sagen würde: Wenn wir in Conquest um ganze Planeten kämpfen würden wäre das nicht passender von der Atmo?

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von sg181 » Do 20. Nov 2014, 20:27

gr4ffi hat geschrieben:Wie erklärst du dann, dass mobile o.Ä. Einheiten einfach auf andere Planeten hüpfen? Wo liegt dein HQ? Warum schießt sone kleine Ork Kanonä auf andere Planeten rüber? Mir eine sehr viel größere Schlacht vorzustellen ist nett, aber dann komme ich mir eher klein vor und frage mich wie es funktioniert ein paar Einheiten mehr in die Schale zu werfen und einen Resourcenbonus dadurch herauszuarbeiten. Natürlich kann man sich mit Allem arrangieren und drumherum reden, aber ist das dann noch eine gesunde Spielatmossphäre?
Also, der Vorschlag ist ja nicht von mir, ich habe ihn nur wiederholt.
Und obwohl ich ihn ganz stimmig finde, hast du recht: bei einigen Karten wird es schon etwas schwierig.
Mobile Einheiten ginge noch, bei der Ork Kanonä hätte ich jetzt keine Idee.

Der Grund warum man um Planeten kämpft wird wohl einfach ein marketing-technischer sein: der Wiedererkennungswert WH40K-Fans.
Wobei: ich selbst habe keine Ahnung vom WH40K-Universum: sind die Planeten überhaupt wiedererkennbar?

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von TKundNobody » Do 20. Nov 2014, 20:43

sg181 hat geschrieben: Wobei: ich selbst habe keine Ahnung vom WH40K-Universum: sind die Planeten überhaupt wiedererkennbar?
Als 40k Veteran kenn ich nur den atrox Prime, den Hauptplaneten des Systems. Das liegt Aber daran, dass meine Necrons sich im anderen Teil des Universums ausbreiten (damnos und orpheus). Generell wird immer um Planeten gekämpft. Wobei ein Planet natürlich mehrere Schlachtfelder haben kann. Hoffentlich kommen in den Deluxe Erweiterungen mehr Planeten die ggf ein wenig Abwechslung bieten.
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von Blutiger Anfänger » Do 20. Nov 2014, 21:02

Hallo,
hier ist nochmal der Thread-Starter. Also: Vielen Dank für all die Antworten. Das war sehr interessant zu lesen, hat mir aber auch klar gemacht, dass Conquest nicht mein Spiel sein wird. Es ist halt einfach doch futuristisch. Insofern warte ich das neue Game of Thrones hoffnungsvoll ab.
Viele Grüße
Blutiger Anfänger

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