Wie gut ist Conquest?

Hier kann über das erweiterbare Kartenspiel in der Welt von Warhammer 40.000 diskutiert und philosophiert werden.
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Elden
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von Elden » Di 18. Nov 2014, 12:52

borg029un03 hat geschrieben:im balancing ein Alptraum für die Designer und es geht da erschreckend häufig was schief.
Ich glaube gerade beim Balancing macht Conquest vieles richtig (was natürlich die Wahlfreiheit einschränkt). Jede Fraktion ist nur mit jeweils 2 anderen kombinierbar (später auch noch mit den Necrons), sowie mit neutralen Karten. Dann gibt es noch loyale Karten, die nur mit einem entsprechenden Kriegsherrn gespielt werden dürfen. Ich glaube da wird es vermutlich keine bösen Überraschungen mit dem Balancing geben.

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borg029un03
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von borg029un03 » Di 18. Nov 2014, 17:26

Jein ich glaube das Allianzen System hat potential die Balance zu kippen, da ist viel Arbeit seitens FFG gefragt. Die Necrons könnten dann zum endgültigen Stolperdraht werden. Noch passt alles, aber warten wir mal nen Zyklus ab ;)

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TKundNobody
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von TKundNobody » Mi 19. Nov 2014, 09:19

Ich muss sagen ich finde Conquest sehr gut. (erste Spiele kommen erst am Samstag) Basierend auf meinen bisherigen Erfahrungen (knapp 10 CCG/TCG's und 3 LCG's (Warhammer Invasion, Star Wars und Netrunner)) kann ich sagen, dass System weiß zu gefallen. Hier meine Pro/Cons (im Vergleich zu den anderen LCG's):

Pro:
- das gleichzeitige Spielen: In anderen LCG's hat Spieler A einen Zug, dann Spieler B. Bei Conquest, werden die Karten abwechselnd gespielt. Das ist dynamischer und weniger langweilig für den anderen Spueler
- Gemeinsame Ziele: Dadurch dass die beide Spieler dasselbe Ziel haben (dieselben Planeten in der Mitte), ist der Konflikt allgegenwärtig und erlaubt es beiden offen zu sehen, wie weit ist der Gegner was braucht der Gegner etc. In anderen LCG's ist zwar die Siegbedingung gleich (W:I) oder die Ziele offen (SW), dennoch ist der Konflikt mMn nicht so direkt
- Verbündete: Die Verbündeten passen Fluffäßig und sind bisher auch passend umgesetzt.

Contra:
Nicht mehr aktuell
- die Karten sind dünner und nicht so wertig wie bei Netrunner beispielsweise - War nur subjektiv
- Grundbox nicht so vielseitig. Ich finde das die Grundbox bei NR viel vielseitiger ist und mehr Möglichkeiten gibt.
- Necrons noch nicht da :( :( :( :( :( :(
Zuletzt geändert von TKundNobody am Mi 19. Nov 2014, 12:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von Gobbo » Mi 19. Nov 2014, 09:52

TKundNobody hat geschrieben: Contra:
- die Karten sind dünner und nicht so wertig wie bei Netrunner beispielsweise
- Grundbox nicht so vielseitig. Ich finde das die Grundbox bei NR viel vielseitiger ist und mehr Möglichkeiten gibt.
- Necrons noch nicht da :( :( :( :( :( :(
Auf die Contras mag ich kurz eingehen:
- Echt? ist mir bisher so nicht aufgefallen, ich hab die Tage meinen kompletten Netrunner Ordner neu strukturiert und meinen
Conquest Ordner und habe keinen Unterschied gemerkt, woran machst du das fest?
- Hier muss ich entscheident widersprechen: Ich habe bisher in keinem anderen LCG eine vielseitigere Box gesehen. Du hast 7
Fraktionen, jede Fraktion ist auf unterschiedliche Weisen spielbar und hat noch die Option auf Verbündete. Ich (und ich glaube
ich kann auch sagen alle mit denen ich gespielt habe) bin total begeister was da alles schon alleine mit 3 Coresets geht.
- Necrons kommen ja noch^^

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von TKundNobody » Mi 19. Nov 2014, 12:01

Gobbo hat geschrieben: Auf die Contras mag ich kurz eingehen:
- Echt? ist mir bisher so nicht aufgefallen, ich hab die Tage meinen kompletten Netrunner Ordner neu strukturiert und meinen
Conquest Ordner und habe keinen Unterschied gemerkt, woran machst du das fest?
- Hier muss ich entscheident widersprechen: Ich habe bisher in keinem anderen LCG eine vielseitigere Box gesehen. Du hast 7
Fraktionen, jede Fraktion ist auf unterschiedliche Weisen spielbar und hat noch die Option auf Verbündete. Ich (und ich glaube
ich kann auch sagen alle mit denen ich gespielt habe) bin total begeister was da alles schon alleine mit 3 Coresets geht.
- Necrons kommen ja noch^^
- Habs grad mal Hand in Hand verglichen, ist doch nur subjektiv :D Naja happens :) In der Hülle störts eh nicht
- Kannst du gerne so sehen, und hast ggf. auch recht, hab ja geschrieben sind meine ersten Eindrücke. Samstag wird gezockt und dann mal weitersehen
- Eben! Noch nicht da :( Darf ich da eigentlich auch mein Farbschema auf die Karte malen? :D
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von fgerken » Mi 19. Nov 2014, 12:45

Was die Vielseitigkeit der Grundbox betrifft, so kann man das denke ich doch recht objektiv betrachten:
- Conquest bietet eine recht gute Vielfalt durch die sieben Fraktionen direkt ohne etwas an den Decks umbauen zu müssen. Leider spielen sich die Decks dadurch aber manchmal recht gut, manchmal kommt das Deck nicht richtig in Fahrt, je nachdem welche Karten man zieht. Der Deckbau ist bei einem Grundspiel sehr eingeschränkt.
- Auch Netrunner bietet eine relativ gute Vielfalt durch die 7 Fraktionen, die Decks spielen sich konstanter als bei Conquest, da mehr Karten 2 bis 3x im Grundspiel sind, und auch im Deckbau ist schon einiges möglich mit nur einem Grundspiel.

Das würde zwar für Netrunner sprechen, aber dennoch finde ich als LCG-Spieler das Conquest-Grundspiel besser: Einmal das Grundspiel zeigt mir was das Spiel kann, und wie sich das Spiel anfühlt, das reicht. Beim Kauf von drei Grundspielen habe ich viele Karten die wirklich nutzbar sind. Netrunner hat 113 unterschiedliche Karten im Grundspiel, Conquest 174. (Game of Thrones hat sogar 208)

Für den Casual-Player der nur hin und wieder zockt, und eh nicht mehr als ein Grundspiel kauft, wäre der Aufbau der Netrunner-Box aber wiederrum die bessere Variante.

Aber zurück zum Spiel ansich: Dies ist definitiv Geschmackssache welches Spiel man nun besser findet. Am besten sucht man die lokale Spielgruppe auf (soweit vorhanden) und läßt sich das Spiel einfach einmal zeigen.
http://deckbauer.telfador.net/ - Deckbauer und Kartenlisten für Herr der Ringe, Game of Thrones, Android: Netrunner, Star Wars, Warhammer: Invasion, Legenden von Blue Moon, Doomtown: Reloaded und Warhammer 40k: Conquest.
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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von Elden » Mi 19. Nov 2014, 15:20

Hier gibts das "World Championship 2014: Warhammer: 40,000 Conquest Final Match" https://www.youtube.com/watch?v=swMMOB4GDVU
Es lohnt sich jetzt nicht das ganz Video anzuschauen, aber die Kommentatoren erwähnen schon ein paar Punkte, die erwähnenswert sind.

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von gr4ffi » Mi 19. Nov 2014, 16:19

Ich finde ein großes Kontra sind die Planeten. Wenn ich ein Hauptquartier habe und dann einzelne Einheiten auf ganze Planeten schicke und dann wiederum auf ganzen Planeten bspw. ein Feuerkrieger gegen einen Scout antritt, dann ist mir das einfach eine Dimension zu groß und ein richtiger Dorn im Auge. Es wäre atmossphärisch viel passender wenn man sich insgesamt auf einem einzigen Planeten bzw. Terrain befindet und dann die Einheiten zu einzelnen Segmenten dieses Terrains schicken würde. In meinen Augen ist das mit den Planeten ein riesen Designfehler und trägt dazu bei, dass man nicht ganz in die Welt eintauchen kann. Bspw. ist es auch witzig, dass mobile o.Ä. Einheiten in der Lage sind auf andere Planeten zu springen... Und Karten wie Exterminatus rechtfertigen diese Entscheidung für mich keinesfalls (im Gegenteil, als würde man Exterminatus auf einen Feuerkrieger heizen). Tabletop und zB Dawn of War nutzen auch nicht ganze Planeten als Austragungsorte.

Als großes Pro empfinde ich den leichten Einstieg und dann wiederum die taktische Tiefe mit der man reingehen kann ganz getreu dem Motto: Easy to learn, hard to master. In jeder Conquest Partie bisher sind mir immer wieder Kleinigkeiten aufgefallen, die ich hätte besser lösen können. Und kleine Fehler werden manchmal richtig hart bestraft, bspw. wenn man den Warlord zum falschen Planeten schickt. Ab einem gewissen Punkt muss man die Entscheidungen eher intuitiv treffen und das fetzt.

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von Gobbo » Do 20. Nov 2014, 00:01

Naja das "Planeten-Problem" wurde schon mehrfach angesprochen, ich denke für meinen Teil das sie hier die richtige Entscheidung getroffen haben.
Im Prinzip ist es ein Spiel und die Karten die man legt stehen sowieso nur sehr abstrakt für Einsatzorte und Streitkräfte. Wenn man es genau nimmt
und versucht einen Stimmigen Feldzug daraus zu machen wird man feststellen das selbst wenn sie Kontinente oder Länder genommen hätten anstelle
von Planeten es immernoch recht blödsinnig wäre das einzelne Einheiten oder Personen darum Kämpfen.
Für einzelne Einheiten und Charaktere würde man eher den Kampf um eine Stadt oder einen Stadtteil benötigen um es im richtigen Verhältnis zu haben.
Also Quasi: Der taktische Trupp Cardinis hält die Gießerei, während die Bloodangel Veteranen ins Marktviertel vorrücken und der Landraider den Zugang
zu den Kasernen sichert.
Allerdings steht man dann vor dem Problem das man sich fragt warum (und vor allem auch wie) zur Hölle 7 (bald 9) Fraktionen um eine Stadt kämpfen.
Selbst wenn alle dort einen Grund hätten der ihr Interesse rechtfertigt wäre es hoch unwahrscheinlich das die dort alle zur landung kommen und ein
Story technisch passendes Gefecht führen.
Im Gegenzug bietet ein ganzes Sternensystem ein Gutes Schlachtfeld für viele verschiedene Fraktionen. Allerdings wäre es ziemlich langweilig ständig
nur Armee X oder Y und Raumkampf-Unterstützung Z in die Schlacht zu führen. Bei Karten die ganze Infanterie-Züge oder gar Armeen darstellen kommt
irgendwie kein richtiger Flair auf und das ganze ist recht unpersönlich. Zusätzlich bieten Armeen imo nicht genug Unterschied für viele Karten weil es halt
keine Armee gibt die nur aus Scouts oder nur aus Snipern (o.ä. ihr wisst was ich meine) besteht.
Fazit: Ich finde (aus meiner subjektiven Sicht der Dinge) Das ganze gut gelöst. Man spielt in einem Sternensystem so das man einen gescheiten Kampfplatz
hat und benutzt einheiten und Charaktere um die Richtige Stimmung aufzubauen und eine "Beziehung" zu den einzelnen Karten entwickeln zu können.
Und wem der Trupp Blood Angels zu klein ist, der kann sich ja einfach vorstellen es wäre eine Kompanie^^

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Re: Wie gut ist Conquest?

Beitrag von TKundNobody » Do 20. Nov 2014, 00:07

Schließe mich Gobbo an.

Dazu kommt, dass auch eine Karte nicht nur für ein Modell, sondern gleich eine ganze Einheit repräsentiert.
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