Frage zur Geschwindigkeit im Kampf

Hier könnt Ihr fleißig alles was Euch zu Spartacus - Blut und Verrat in den Sinn kommt posten. Eine Ausnahme sollten Regelfragen sein, die bitte im entsprechenden Regelforum zu stellen sind.

Moderator: WarFred

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koboldkoenig
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Frage zur Geschwindigkeit im Kampf

Beitrag von koboldkoenig » So 9. Nov 2014, 10:29

Hallo zusammen,
wir haben jetzt zum ersten Mal Spartacus gespielt und sind sehr angetan von dem Spiel. Allerdings haben wir in der Arenaphase festgestellt, dass die Regel bzgl. Geschwindigkeit etwas unbalanced sind.

Da man sich ja als Gewinner der Initiative a.) aussuchen kann ob man sich selbst zuerst oder der Gegner bewegen darf b.) man wählen darf, ob man sich zuerst bewegt ODER angreift, hatte dies bei uns zur Folge, dass schnelle Gladiatoren einfach brutal überlegen waren. Sie können sich durch ihre Geschwindigkeit also meistens so bewegen, dass sie kaum angegriffen werden können.
Hat man dann schon von Beginn zwei Geschwindigkeit mehr ODER den Gegner so verletzt, dass er schon durch Verwundung Geschwindigkeit abgeben muss, dann hat man (EGAL wie stark man ist) gar keine Chance mehr da überhaupt was zu reissen.

Verstehen wir da einfach etwas falsch oder wie seht ihr das?

Donatz88
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Re: Frage zur Geschwindigkeit im Kampf

Beitrag von Donatz88 » So 9. Nov 2014, 18:11

Hallo erstmal.

Nein. Also ich denke, dass ihr es nicht falsch versteht. Aber ihr müsst euch darauf einstellen.
Jeder schlagabtausch besteht aus bewegung und angriff jedes gladitors. Und dann wird neu um die Initiative gewürfelt.
Initiative ist ein taktisch relevanter Faktor den man nicht unterschätzen darf. Es ist nicht nur gut auf Angriff und Verteidigung zu achten. Initiative kann auch spiel entscheidend sein.
Aber willst du gegen einen gewinnen mit deutlich mehr blauen würfeln, gibt es da einige Maßnahmen.
Einige gladitoren haben einen Initiativ-vorteil durch ihre Effekte. Auch kugel und kette sowie netz bringen einen guten Ausgleich.
Super wichtig ist es immer zu laufen. Schauen wir auf einen kampf zwischen spartacus und theokoles. Die chance, dass spartacus den ersten schlag ausführt ist, in normalen Umständen, sehr wahrscheinlich. Doch wenn theokoles selber einen Schlag abgibt, muss er danach laufen, denn dann muss spartacus nachziehen. Er greift zwar dann wieder an, aber kann nicht mehr abhauen, weil er schon laufen musste.

Ich hoffe, dass es hilfreich war. Unklarheiten bereinige ich sehr gern.
Gruß Donatz

koboldkoenig
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Re: Frage zur Geschwindigkeit im Kampf

Beitrag von koboldkoenig » Mo 10. Nov 2014, 16:55

Naja, prinzipiell hast Du Recht, aber ich habe bei den Regeln das Gefühl, dass man dann GAR KEINE Chance mehr hat und das sollte ja nicht der Fall sein.
Hier ein Beispiel:

Geschwindigkeit 3 (A) gegen 4 (B).

Ich kann mit B solange hin und her laufen, bis ich A anfangen lasse (er kann mich nicht erreichen und nicht ausweichen) und ihn dann angreifen kann (z.B. er steht in einer Ecke und kann nicht mehr zurückweichen).
1. Angriff ohne Gegenwehr.
In der nächsten Runde fange ich wieder an, greife an und laufe dann 4 Schritte weg.
2. Angriff ohne Gegenwehr.
usw. das kann ich theoretisch (wenn B immer die Ini gewinnt) ewig machen, ohne zu kassieren.

Bei einen Unterschied von zwei Geschwindigkeit wird das noch krasser. Und ich kann ja nicht immer davon ausgehen, dass ich Netz, Kugel, Kette dabei habe...

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Urmel69
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Re: Frage zur Geschwindigkeit im Kampf

Beitrag von Urmel69 » Di 11. Nov 2014, 00:28

Deswegen spielen wir mit der Hausregel dass das Publikum anfängt Gladiatoren die vor dem Gegner weglaufen auszubuhen und mit Dreck, Steinen etc. zu bewerfen... sprich wenn man nach der Bewegung nicht weniger Felder als vorher vom Gegner weg ist bekommt man einen "Buh-Marker" (wir nutzen hierzu Tränen aus dem alten Descent)... Hat man schon einen Marker und verkürzt die Distanz erneut nicht oder erhöht sie wird man von nem Stein usw getroffen und muss einen Würfel abgeben.

Funktioniert bei uns super und unterbindet diese Weglaufkacke... Ich mein, Hallo, wo sind wir denn... in der Arena... aufeinander zu und dann druff und nich weglaufen ;-)
What's the sense of power if you can't abuse it ?

Donatz88
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Re: Frage zur Geschwindigkeit im Kampf

Beitrag von Donatz88 » Di 11. Nov 2014, 10:09

Ok ich nochmal.

Interessante Idee Urmel! Find das echt gut.

Aber nochmal Spiel getreu.
So lange ein Spieler mindestens 2 blaue Würfel hat. Kann ein Spieler mit mehr Würfeln (egal wie viele) maximal 3mal in Folge, ohne Gegenwehr angreifen. Das ist natürlich im ersten Moment viel. Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir von den besten Galdiatoren des Spiels ausgehen. Und wenn diese nur wenige Sch-Würfel haben, dann haben sie sehr oft viele VER-Würfel. Also ist es nicht unwahrscheinlich.
Ich selber versuche immer 2 unterschiedliche, starke Gladitoren zu haben, um meine Strategie anzupassen. Ausrüstungen sind enorm wichtig. Welche zu welchen Werten am besten passt, kann man ja mal diskutieren.

Aber hier noch ein Beispiel um meine These zu verdeutlichen:

Als Beispiel nehme ich einen Kampt zwischen Gannicus (links) gegen Theokoles (rechts) ohne Ausrüstung.

http://img4web.com/view/7CKM71

Nehmen wir an, dass Gannicus den Initiativ-Wurf locker gewinnt und er sich taktisch klug dafür entscheidet, dass Theokoles anfängt. Nun kann der Theokoles-Spieler nur das einzig kluge machen, in dem er sich auf die Mitte zu bewegt.

http://img4web.com/view/45G3F

Nun ist Gannicus noch an der Reihe und nutzt de Chance für einen Angriff. Theokoles bekommt 1 Treffer und packt einen roten Würfel zur Seite.

http://img4web.com/view/7YYC2S

Den Initativ-Wurf gewinnt Gannicus erneut. Diesmal fängt Gannicus auch gleich an und fügt Theokoles noch eine Wunde zu. Diesmal entscheidet sich THeokoles für einen schwarzen Würfel. Gannicus zieht so weit weg, wie er kann.

http://img4web.com/view/G285K

Nun zieht Theokoles erneut in die Richtung. Es dürften maximal 2 Felder zwischen ihm und Gannicus sein. Ab diesem Moment kann Gannicus nirgendswo hin, ohne dass Theokoles so nachziehen könnte, dass er im nächsten Zug nicht angreifen könnte.

http://img4web.com/view/ZV2A6

Das wird der Gannicus-Spieler in der Phase auch merken und wird zum Angriff über gehen. Egal wie lange es dauert. So stur kann NIEMAND sein. Er trifft 2mal und Theokoles nimmt noch mal 2 schwarze Würfel weg. Aber nun kann Theokoles angreifen und hat Glück. er trifft 3mal. Gannicus will aber seinen Initativ-Vorteil behalten und nimmt von jeder Farbe einen Würfel weg. Theokoles darf sich noch bewegen und geht ein Feld zurück richtung Mitte.
Gannicus rückt nach und greift an. Usw...

Also klar gehört Glück dazu. Aber dafür ist es ein Würfel-Spiel. Und Theokoles hat oft genug bei uns gar keine Treffer kassiert. Und ein Theokoles mit Kugel & Kette + Schild + Hammer ist sehr stark oder lass Netz + Helm + Dreizack sein.
Mit etwas Glück und einer Taktik, die weiter als zum nächsten Zug geht, kann man auch mit Lauf-Faulen gewinnen.

MfG Donatz

koboldkoenig
Magier
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Re: Frage zur Geschwindigkeit im Kampf

Beitrag von koboldkoenig » Di 11. Nov 2014, 11:05

Im Boardgamegeek Forum gibt es eine nette Hausregel-Variante, die ich ganz gut finde.
Die sieht vor, dass bei der Initiative die Zahlen nicht zusammen gerechnet werden, sondern die höchste Zahl zählt - also ähnlich wie bei Angriff und Verteidigung. Jemand mit hoher Ini ist also noch immer im Vorteil, aber trotzdem ist es ausgeglichener.

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