Regeländerung mit Spielleiter

Alle Fragen zu den Spielregeln von Arkham Horror.
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Dirina
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Regeländerung mit Spielleiter

Beitrag von Dirina » Mo 21. Dez 2015, 13:33

Hallo Zusammen,

ich habe gestenr mit zwei Mitspielern das erste mal Arkham Horror angetestet. Auch wenn wir von diversen Tabletop und Pen&Paper Spielen schon eingies gewohnt sind, sind die Regeln in dem Spiel teilweise erschlagend. Für mich nicht so schlimm, aber einige meienr Mitspiele rsind dann schnell überfordert.

Deshalb habe ich mir nun überlegt, das Spiel mit einem Spielleiter zu gestalten. Grade wenn wir es dann zu 8. spielen wollen. Die Idee ist:

1. Jeder Spieler spielt alle seine Phasne auf einmal durch. Zuerst spieler 1 Unterhalt, Bewegung, Begegnung, dann Spieler 2 Unterhalt, Bewegung, Begegnung, ...
2. Die Spielleiterin übernimmt das Verwalten der Kartenstapel
3. Wenn alle Spieler an der Reihe waren, zieht die Spielleiterin eine Mythoskarte und handelt diese ab.
4. Der "erster Spieler" Marker wird weitergereicht und Spieler 2 fängt von vorne an.

Ist dies so umsetzbar oder übersehe ich hier aufkommende Probleme?

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Thanatos
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Re: Regeländerung mit Spielleiter

Beitrag von Thanatos » Mo 21. Dez 2015, 13:51

"Übersehen" wird hier jemand sehr Spezielles, eine bestimmte Person.

Der Spielspaß wird nämlich den Spielleiter nicht nur übersehen, sondern vermutlich weiträumig umfahren. Denn, Hand aufs Herz:Seine eignen Möglichkeiten, irgendetwas zu tun sind arg überschaubar.
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Dirina
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Re: Regeländerung mit Spielleiter

Beitrag von Dirina » Mo 21. Dez 2015, 14:06

Thanatos hat geschrieben:"Übersehen" wird hier jemand sehr Spezielles, eine bestimmte Person.

Der Spielspaß wird nämlich den Spielleiter nicht nur übersehen, sondern vermutlich weiträumig umfahren. Denn, Hand aufs Herz:Seine eignen Möglichkeiten, irgendetwas zu tun sind arg überschaubar.
Na das wäre dann ja ich. Ich liebe es zu meistern und hätte damit keine Probleme, solange die anderen Spass haben.

Regelfuchser
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Beitrag von Regelfuchser » Mo 21. Dez 2015, 14:40

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Zuletzt geändert von Regelfuchser am Sa 9. Dez 2017, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Regeländerung mit Spielleiter

Beitrag von Constable Ropes » Di 22. Dez 2015, 15:10

Regelfuchser hat geschrieben:Was spricht denn grundsätzlich dagegen, dass der erfahrendste Spieler die Verwaltung der Kartenstapel übernimmt und sonst normal mitspielt?
Genau so mache ich es seit Jahren, hat sich bei meinen Gruppen bestens bewährt und spart viel Zeit. Es gibt allerdings auch eine (von Kevin Wilson vorgeschlagene) Keeper-Variante, in der der Spielleiter - neben dem Verwalten der Karten - am Rundenende immer zwei Mythoskarten zieht und dann eine von beiden ins Spiel bringt. Auf diese Weise kann er Spielverlauf und Schwierigkeitsgrad besser steuern und Leerlaufphasen vermeiden. In diesem Fall sollte der Keeper dann aber natürlich nicht als Ermittler mitspielen.
Regelfuchser hat geschrieben:Und von der Änderung der Phasen rate ich ab. Es hat schon seinen Grund, wieso es so ist wie es ist.
Davon würde ich auch abraten. Ich stelle allerdings fest, dass die "Phasendisziplin" mit zunehmender Spielerfahrung nachlässt. Vor allem Unterhalts- und Bewegungsphase mischen sich gerne mal.

Matt Youngblood
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Re: Regeländerung mit Spielleiter

Beitrag von Matt Youngblood » Di 22. Dez 2015, 15:30

Du kannst natürlich als Spieleleiter den Großen Alten spielen und alle Kartentexte vorlesen. Hängt natürlich immer von der Gruppe ab, ob jeder mal Karten vorlesen möchte oder nicht.

Man kann natürlich noch Hausregeln einbringen, da es sonst auf Dauer etwas monoton für den Spieleleiter werden kann. Da man ja eigentlich gegen die Spielmechanik spielt und dort alles seinen geregelten Ablauf hat.
Das folgenden sind nur Beispiele für Hausregeln die ich mir gerade überlegt habe:
  • Der Spieleleiter kann selber entscheiden in welcher Richtung sich die Monster bewegen ungeachtet von der Farbe auf der Mythoskarte. Unter berücksichtigung von stabielen Standorten. Somit dürfen Pirscher (lila Rand ab Dunwich Erweiterung) nun auch stabiele Standorte betreten.
  • Der Spieleleiter entscheidet selbst ob er ein Gerücht oder Umgebungskarte austauschen möchte oder die gerade aktive Maythoskarte behalten will.
  • Anstelle einer Mythoskarte vorzulesen kann der Spieleleiter 3 Verderbenmarker von der Verderbenleiste nehmen und ein Älteres Zeichen von Spielbrett zu nehmen.
  • Anstelle einer Mythoskarte vorzulesen kann der Spieleleiter das Terrorlevel um 3 reduzieren damit eine Monsterflut stattfindet.
  • Anstelle einer Mythoskarte vorzulesen kann der Spieleleiter ein Monster, welches sich auf den Stadtrand befindet, wieder nach Arkham bringen, vorausgesetzt das Monsterlimit ist nicht erreicht.
Wenn du aber die Phasen für jeden Ermittler hintereinander abhandeln willst, dann machst du das Spiel dadurch schwerer.
Da sich z.B. das Tauschen von Gegenständen erschweren wird.
Es könnte passieren, dass sich in der Begegenungs Phase in Arkham ein Tor öffnet und der Ermittler in der anderen Welt landet.
Wenn alle Ermittler die Phasen nacheinander abhandeln, so könnte sich andere Ermittler in der Bewegungsphase zu dem ersten Ermittler hin bewegen, Tauschen und danach sich weiter bewegen.

Die Unterhaltsphase können alle Ermittler normalerweise gleichzeitig abhandeln, da dort meistens nicht mehr passiert als Fertigkeitsanzeiger justieren, Gegenstände zu aktualisieren und für einige Spezialkarten zu würfeln.

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Beitrag von Regelfuchser » Mi 23. Dez 2015, 08:20

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Zuletzt geändert von Regelfuchser am Sa 9. Dez 2017, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.

Kartenspieler
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Re: Regeländerung mit Spielleiter

Beitrag von Kartenspieler » Mi 23. Dez 2015, 10:28

Hallo Dirina,

ich glaube, man muss bei der Antwort zwei Themenkompexe trennen, denn Du hast eigentlich mindestens zwei Fragen gestellt ;)

Was die Spielleiteridee angeht, finde ich wenig auszusetzen. Hauptsächlich wird die Frage, ob es Sinn macht, von der Person des Spielleiters abhängig sein. Für jemanden, der aus Rollenspielrunden die Erfahrung gemacht hat, dass es nicht als langweilig empfunden wird, "nur" zu überwachen und anzuleiten, aber selbst nicht mitzuspielen, sehe ich überhaupt kein Frustrationspotential, gleiches bei Arkham Horror zu tun. Gerade bei einer AH-Anfängerrunde wird man viel damit zu tun haben, die Spieler bei ihrer Orientierung ("was kann/muß ich jetzt tun?") zu unterstützen und die ganzen Modifikatoren (durch Ereignisse, große Alte, Spielerfähigkeiten und -karten ...) im Blick zu behalten. Also: probier es ruhig mal :)

Der andere Themenkomplex wird allerdings für Schwierigkeiten sorgen, wenn Ihr ihn anwenden wollt. M.Y. hat ja schon auf einige Punkte hin gewiesen, in denen sich Spielabläufe erschweren (Tore, Gegenstände tauschen). Zusätzlich wird es aber auch Punkte geben, bei denen sich das Spiel vereinfacht. So kann z.B. ein Spieler für seine Nachfolger Wege frei räumen. Wenn ein Monster mit hoher Aufmerksamkeit ein Straßenfeld blockiert, müssen im Originalspiel alle Ermittler anhalten, selbst, wenn der erste Ermittler, der auf das Feld kommt, das Monster besiegen würde. Gekämpft wird ja schließlich erst nach den Bewegungen. Wenn man alle Phasen eines Ermittlers abhandelt, ist das Monster allerdings schon weg, sobald der nächste Ermittler dran ist. Die Ganze Bewegungsphase wird dadurch deutlich anders. Insgesamt wird das Spiel vielleicht nicht per se leichter oder per se schwerer, sondern vor allem anders.
Normalerweise würde ich sagen, dass es jeder Spielrunde überlassen bleiben sollte, ob sie das Spiel "anders" spielt. Da diese Veränderung aber so viele Implikationen nach sich zieht, sehe ich die Gefahr, dass einige Karteneffekte damit nicht zusammenpassen könnten und man dann im Spiel vor unerwartete "Herausforderungen" gestellt wird.
Vor allem befürchte ich aber, dass der Spielspaß für die Mitspieler deutlich abnehmen wird. Während beim Original schon mal ein wenig Zeit vergeht, während alle Spieler ihre Begegnungsphase abhandeln, so dass, gerade bei großen Runden, ein Spieler schon mal zum Klo gehen, das nächste Bier zapfen oder das Grillgut umdrehen kann, ist bei Deinem Vorschlag die Zeit des Dran-Seins konzentriert. Damit aber auch die Zeit des Nicht-Dran-Seins deutlich verlängert. Bei großen Runden kommt da schon mal eine halbe Stunde zwischen den Zügen zusammen. Ich weiß nicht, ob das alle Deine Mitspieler mittragen. Also: besser die Finger von dieser Veränderung lassen ;)

Zusammenfassend würde ich vorschlagen, dass Du Dich ordentlich in die Originalregel einarbeitest und dann den Neulingen als Spielleiterin hilfst. Genau dadurch wirst Du Regeländerungen unnötig machen.

Viel Spaß (wie auch immer Ihr spielen werdet. Am Ende muss es jeder für sich selbst entscheiden).

Und gaaanz wichtig Herzlich willkommen in der AH Community
K.

Matt Youngblood
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Re: Regeländerung mit Spielleiter

Beitrag von Matt Youngblood » Mi 23. Dez 2015, 13:32

Kartenspieler hat geschrieben:Wenn ein Monster mit hoher Aufmerksamkeit ein Straßenfeld blockiert, müssen im Originalspiel alle Ermittler anhalten, selbst, wenn der erste Ermittler, der auf das Feld kommt, das Monster besiegen würde. Gekämpft wird ja schließlich erst nach den Bewegungen.
Das ist nicht ganz richtig. Gegen Monster in Arkham kämpfen ist ein Teil der Bewegungsphase. Es gibt keine eingene Phase für das bekämpfen von Monstern in Arkham!

Ein Kampf findet genau dann statt, wenn ein Ermittler auf ein Feld mit Monstern seine Zug beendet bzw. stehen bleibt, oder sich von einem Feld weg bewegen will bzw. überqueren möchte, auf den mindestens ein Monster vorhanden ist.
Des weiteren muss man dazu sagen, dass ein Kampf aus zwei Dingen besteht und man sich bei jedem Monster einzelnd für eines der Beiden Dinge entscheiden muss:
Dem Monster Ausweichen oder es zu Bekämpfen. [AH Regel Seite 6 - Phase II: Bewegung / Monster Ausweichen]

Wenn allen Monstern erfolgreich Ausgewichen wurde, darf der Ermittler seine Bewegung fortführen. Sobald Er aber bei einer Schleichprobe versagt, ist seine Bewegung zuende. Ebenso bekommt er den Kampfschaden des Monsters von seiner Ausdauer abgezogen und das Bekämpfen geht los. [AH Regel Seite 14 - Kampf]
Nach dem Kampf (fehlgeschalgene Ausweichprobe) muss er sich noch mit den übrig gebliebenen Monstern auseinander setzen (Ausweichen oder es zu Bekämpfen).
Anmerkung: Ausweichen und Fliehen sind zwei unterschiedliche Dinge.
  • Ausweichen - Ermittler hat noch die Möglichkeit seine Bewegung fortzusetzen.
    Fliehen - Ermittler beendet den Kampf mit dem Monster, ohne es als Trophäe zu beanspruchen.
Zu deinem Beispiel mit dem Monster mit hoher Aufmerksamkeit:
Der erste Ermittler müsste sich nun entscheiden, ob er dem Monster Ausweicht und riskiert bei fehlgeschlagener Ausweichprobe sofort den Kampfschaden zu bekommen und dann das Monster zu bekämpfen.
Oder gleich dem Kampf zu beginnen.
Wenn also der erste Ermittler das Monster biesiegt, wird es vom Spielbrett genommen und dieser Ermittler bekommt es sofort als Monstertrophäe.
Somit ist das Monster für die nachfolgenden Ermittler nicht mehr dort.

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