Die Waffenschmiede - OL Strategie

Descent geht in die zweite Runde, wobei mit dem Upgrade-Kit ja die alten Figuren übernommen werden können. Hier kann man über die neue Version fachsimpeln.

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testuser
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Die Waffenschmiede - OL Strategie

Beitrag von testuser » Sa 11. Mai 2019, 14:18

Morgen kommt es in unserer Runde zum Finale in der Minikampagne der Lindwurmhöhle.

Trotz spannender Gefechten in den ersten Partien konnten die Helden die Abenteuer u.a. dank des Würfelgottes bisher für sich entscheiden (beim Schatzjäger versagte Valyndra bis zum Ende hin gegen die Bauern vor lauter Fehlschlägen).

Doch dank folgender Strategie soll sich das Blatt im Finale "Die Waffenschmiede" zu Gunsten des Overlords wenden:

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Szene 1:
Ziel:
Zeit schinden, OL-Karten ansammeln und Spuren verwischen.
Vorgehensweise:
Offene Gruppe: Wahrscheinlich Elementare, da Fernkampf (zum Spuren verwischen) und dank der Verteidigung/LP nicht sofort umfallen.
Runde 1: Mit dem normalen Schattendrachen Richtung Ausgang stürmen und auch mit dem Elite selbiges (zumindest vortäuschen).
Runde 2: Spuren mit Drachenkriegern verwischen. Mit normalen Drachen weiter Richtung Ausgang stürmen um Druck zu erzeugen. Mit dem Elite nun jedoch retour zum Ursprung.
Runde 3..n: Der normale Schattendrache wird nicht lange überleben, wichtig ist nur, dass alle Spuren von ihm verwischt sind. Der Elite Drache wird bis zum Eingang gestellt, auf welchem er sich nun verbarrikadiert --> Direkt beim Spawn der Drachenkriegern und die Spuren werden nicht mehr ersichtlich, da sich der Drache nicht mehr weg bewegen wird.

Wie bereits erwähnt ist das Ziel von Szene 1 also nicht einen Schattendrachen zu retten, sondern den Helden keine Spuren zu überlassen und möglichst viele OL-Karten für Szene 2 zu sammeln.

Szene 2:
So nun soll es wirklich spannend werden.
Ziel:
Tod des Jorem Tolk
Vorgehensweise:
Offene Gruppe: Pestwürmer und ws. Eisdrachen (einfach weil ich diese noch nie verwendet habe)
Die Pestwürmer werden so auf der Erdspalte platziert, dass diese möglichst schnell zu Jorem gelangen können und evtl. einen Sichtschutz bilden, damit nicht alle via Fernangriff erreichbar sind bzw. einen opfern um die Brücke zu versperren.
Runde 1: Da die Helden keine Spuren haben erhalten sie keine extra Bewegungspunkte für eine bessere Ausgangsposition. Ein Pestwurm bewegt sich Richtung Jorem und untergräbt diesen mittels der Grabenfähigkeit (da diese ja auch auf Nicht Heldenfiguren anwendbar ist). Nun darf Jorem auf ein angrenzentes Feld bewegt werden - hierfür wird das Lavafeld in der Schmiede gewählt.
Runde n: Die Helden schaffen es alle Monster in der Schmiede zu besiegen und Jorem mittels Probe zu befreien. Jorem gilt nun als Heldenfigur und hat seine erste Aktivierung gleich nach dem letzten Helden. Natürlich werden die Spieler nun versuchen Jorem mit seiner einzigen Bewegungsaktion weg vom Lavafeld zu bewegen, doch halt, dank der aufgesparten OL-Karten sollte es nun mittels möglichst vielen Schurken- bzw. Fallenkarten möglich sein die Bewegung zu unterbinden. Das bedeutet, dass Jorem seinen Zug auf einem Lavafeld beenden muss und somit als besiegt gilt - der OL gewinnt.

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Was haltet ihr von dieser Vorgehensweise, wo würdet ihr noch Verbesserungspotential sehen?
Natürlich hängt vieles von den tatsächlichen Gegebenheiten (und den finalen Attributsproben) ab, aber ich denke, dass dies eine der besten Möglichkeiten ist die Kampagne doch noch, gegen die bereits sehr gut ausgerüsteten Helden, gewinnen zu können.

testuser
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Re: Die Waffenschmiede - OL Strategie

Beitrag von testuser » Di 16. Jul 2019, 18:57

Erfahrungsbericht von Szene 1
So, das Abenteuer ist vorüber und es war äußerst spannend als auch belustigend die verwirrten Gesichter der Helden beobachten zu können, die meine Schritte nicht so recht nachvollziehen konnten.

Die Partie begann schon mal nicht ganz zu meinem Vorteil, da ich in meiner Planung Eingang und Ausgang verwechselt habe :roll: , aber daran sollte es zum Glück nicht scheitern.
Als offene Gruppe habe ich die Elementare aufgrund deren Fernkampfmöglichkeiten zum Spurenverwischen gewählt.

Im ersten Zug bin ich wie geplant mit meinen Drachen Richtung Ausgang gestürmt. Die Helden haben zuerst meine Elementare ins Visier genommen, da sich diese auf dem Weg befanden und nicht durch die Verstärkung wiederkommen würden.
die Halbdrachenkrieger bereiteten sich darauf vor den Helden in de Rücken zu fallen, einer machte sich jedoch auf den Weg zu den Drachen um dort die Spuren zu verwischen.
In der dritten Runde machte der Elite Drache bereits wieder kehrt um auf der anderen Seite des Spielbretts auf die Helden zu warten. Der Normale versuchte weiterhin in Richtung Ausgang zu entkommen. Die Helden waren nun bereits verwirrt und vermuteten einen Fehler auf meinerseits (vor allem da ich den Elite in der zweiten Runde nicht bewegt habe).
Das verbliebene Elementar stürzte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf die Spuren, die sich außerhalb der Reichweite meiner Halbdrachenkrieger befanden.

Bild

Es scheinte schon fast so, als ob es mir sogar gelingen sollte mit dem normalen Drachen zu entwischen, doch die Helden setzten alles daran dies gerade noch im letzten Moment zu unterbinden. Nun befanden sich jedoch alle Helden beim oder zumindest nahe beim Ausgang, mein letzter Drache hingegen verweilte nun dort wo er anfangs begonnen hat. Zurückgezogen in einem Eck, wo er nun auch Zug für Zug die Spuren ansammelte.

Nun folgten einige Runden an taktischen Überlegungen der Helden, da sie dachten, ich wollte sie vom Ausgang weglocken um anschließend, an ihnen vorbei fliehen zu können. Deswegen gingen sie sehr behutsam vor und versuchten unter anderem über Fernkampfangriffe meine Monster zu erledigen.
Der Drache wurde mittlerweile schon gut von seinen Krieger bewacht, die teilweise auch geopfert wurden, um den Helden einzelne Treffer zuzusetzen. Dies zog sich solange, bis ich fast mein gesamtes Deck in der Hand hielt.
Daraufhin stürmte ich mit meinen Drachen in die Menge, wodurch sich drei Helden in Reichweite des Feuerodems befanden. Dank mehrerer Buffs und insgesamt drei Angriffen, mit Hilfe von Blutrausch, gelang es mir noch zwei Helden zu besiegen und einen schwer zu verwunden.

Die Helden die nun annahmen, dass dies die ganze Zeit mein Ziel war ahnten nicht, was sie in der nächsten Szene erwarten sollte. Alle Spuren wurden erfolgreich verwischt und ich hielt fast mein ganzes OL Deck in der Hand.

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Re: Die Waffenschmiede - OL Strategie

Beitrag von testuser » Di 16. Jul 2019, 19:45

Erfahrungsbericht von Szene 2
Vorweg, leider habe ich in der 2. Szene vergessen eine Momentaufnahme/Bild zu machen.

Wie geplant wurden die Pestwürmer auf der Erdspalte platziert, einer versperrte die Sichtlinie auf den Elite, welcher in der Ecke saß und der andere normale versperrte die Brücke, womit er in der ersten Runde auch bereits mit dem Leben zahlen musste.
Die Eisdrachen sorgten, wen auch nur für kurze Zeit für Ablenkung auf der anderen Seite.

In meinen Zügen schoben die zwei verbliebenen Würmer die Zielperson Jorem Tolk in den Lavafeldern umher, wodurch er bereits vor seiner Befreiung durch Schadenspunkte anhäufte.
Doch die zweite Szene sollte nicht allzu lange dauern, die Eisdrachen kamen nicht über die dritte Runde hinweg und auch meine Halbdrachenkrieger konnten nur dank geschickte Platzierungen und OL-Karten überleben, Verstärkung gibt es ja keine in dieser Szene.
Nach Rund 4 Runden waren nur noch ein Pestwurm und ein Krieger am Leben, diese brachte ich oberhalb von Tolks Schmiede in Sicherheit. Diese Gelegenheit nutzen die Helden um Jorem zu befreien und machten sich mit ihn auf in Richtung Ausgang, über die Erdspalte.

Doch nun konnte ich endlich meinen Plan umsetzen, alle dafür notwendigen Karten hatte ich ja bereits auf der Hand. Sowie sich Jorem Tolk drei Felder weit bewegt hat spielte ich "Rutschiger Boden", um ihn zurück auf sein Lavafeld zu befördern, auf welches er von einem Wurm geschoben wurde. Dort angekommen wurde mittels Netzfalle fixiert (gelähmt). Die Karten Verwirren & Hämisches Gelächter waren weiters sehr hilfreich um die Proben notfalls wiederholen zu lassen (natürlich nur 1x pro Probe).
Nachdem Jorem sich nun nicht mehr weg vom Lavafeld bewegen konnte und bereits wie eine Heldenfigur behandelt wurde, galt er am Ende seines Zuges als besiegt. Die Kampagne konnte also doch noch zu Gunsten des OL entschieden werden.


Ich hoffe euch hat mein kleiner Erfahrungsbericht zu meiner Schmiede-Strategie gefallen.

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