Normandy: Omaha-Szenario

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Commissario

Normandy: Omaha-Szenario

Beitrag von Commissario » So 9. Aug 2009, 13:43

Hallo miteinander,

gestern haben wir zum ersten mal Normandy gespielt, und mit dem Fortetzungsszenario der 29th Division begonnen. Um es vorwegzunehmen: Es war frustrierend für uns.

Als erstes fielen uns Fehler in der Karte auf: Der rechte Rand der Map 30A schließt mit Level-2-Hügel (Halbfelder). Die rechts daneben plazierte 22A jedoch zeigt Level-1-Hügel (Halbfelder) am linken Rand. Overlays werden nicht eingesetzt. Was gilt...? Nun gut, dies ist ein kleines Ärgernis, aber nicht weiter schlimm.

Weiter irritieren die Operation Cards: So gestattet die "Naval Bombardment"-Operation Card dem Amerikaner, einmal in jedem Zug (nicht etwa einmal pro Runde!) gratis ein heftiges Küstenbombardement ordern zu können (area attack 10 mit wideblast 5), solange ein eigener frischer Offizier im Spiel ist. Dies läuft im Ernstfall auf vielleicht 2-3 Bombardements im Spiel hinaus - aber würde man ähnliche Angriffe mit Artillerie resp. Luftunterstützung bezahlen müssen, so schlügen sicher um die 12 Command zu Buche.
Die "Outfitted Bunkers"-Karte schenkt dem Deutschen 3 sehr starke schwere MGs. Was zunächst nach einem ordentlichen Vorteil klingt, entpuppt sich aber als Papiertiger oder taktischen Nachteil. Der Grund besteht darin, dass ein Bunker nur einem Squad Platz bietet. Der Einsatz des schweren MG ist nur durch eine frische Einheit möglich (special action, d.h. die Einheit darf sich NICHGT im OP-Feuer-Modus befinden). Die Einheit im Bunker wird nach einer solchen Special Action natürlich ermüdet. Das schwere MG kann außerdem nicht im OP-Modus feuern. Worauf läuft das Ganze folglich hinaus? Entweder man plaziert als Deutscher die wertvollen (Standard-)MGs in den Entrenchments, wo sie der kombinierten Feuerkraft der Amerikaner nahezu schutzlos ausgeliefert sind; oder man setzt die MG-Trupps in die Bunker, verzichtet dafür aber entweder auf die Möglichkeit, die Standard-MGs in den OP-Modus zu versetzen - oder auf die Möglichkeit, von den schweren MGs Gebrauch zu machen).

Noch weitaus fataler - für den Deutschen natürlich, wen wunderts - gestaltete sich jedoch das Setup des Szenarios: Die Bedingung, sämtlich deutsche Einheiten (mit Ausnahme des StuG) nur in Entrenchments/Bunker plazieren zu dürfen, schränkt die Bewegungsfreiheit des Deutschen stark ein, und setzt zudem fast alle Einheit in LOS zu den amerikanischen Truppen (und umgekehrt - nur liegt die Initiative, und somit ein in diesem Fall Vorteil bei den Amerikanern).
Weshalb ist die Bewegungsfreiheit so eingeschränkt? Der Grund ist, dass man Cliffs (also angrenzende Hexe mit 2 Ebenen Unterschied) nicht überwinden kann. Betrachtet man die Map 5B (unten rechts), so wird man feststellen, dass alle für die Aufstellung der deutschen Einheiten infrage kommenden Hexfelder Level-2-Hügel ohne angrenzende Level-1-Hügel sind. Das bedeutet: Alle dort plazierten deutschen Einheiten können die Map 5B NICHT VERLASSEN; außer, sie rennen über das eigene Minenfeld.

Der Spielverlauf gestaltete sich folgerichtig verhältnismäßig einseitig. Mit kombiniertem Feuer war der Bunker im oberen Kartenteil bereits nach der ersten Runde geknackt. Am Ende der 6. Runde hatte der Amerikaner das Feld mit dem Victory Marker kampflos gesichert. Die 29th hatte nur 2 Squads verloren - und zwar ohne Naval Bombardment. Folglich werden für das zweite Szenario der Reihe 8 Squads der 29th aufgerüstet, was vermutlich auch das Folgeszenario unausgewogen gestalten wird - oder sagen wir lieber "würde", denn Spaß machen tut es auf diese Weise nicht besonders.

Kann uns jemand erklären, was wir falsch gespielt haben? Was sind Eure Erfahrungen mit "Bloody Omaha"?

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Machiavelli101
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Re: Normandy: Omaha-Szenario

Beitrag von Machiavelli101 » So 9. Aug 2009, 18:54

Yep, frustierend war das. Habe ordentlich Prügel bezogen. Frustierend waren auch die wenigen Command Points, die der deutsche im Verhältnis zu den Amerikanern bekommt und somit kaum die Möglichkeit hatte Artillerie einsetzen zu können.
Mag sein, dass es der damaligen Realität entsprach, aber mit dieser Aufstellung hat man leider kaum eine Möglichkeit der Geschichte einen "anderen" Verlauf zu gewähren.
Ich bin um Tipps dankbar, vielleicht auch modifizierte Hausregeln??

Commissario

Re: Normandy: Omaha-Szenario

Beitrag von Commissario » So 9. Aug 2009, 19:30

Überhaupt wäre mal Thread zu sinnvollen Hausregeln gar keine so schlechte Idee? Wir haben auch gestern schon diskutiert, dass z.B. die turmlosen dt. "Panzer" eine Einschränkung bekommen könnten wie: "Keine Bewegung-und-Schießen-Aktion".

Kelteel
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Re: Normandy: Omaha-Szenario

Beitrag von Kelteel » Mi 12. Aug 2009, 22:41

Ich habe das Szenario bisher erst einmal gespielt und habe als Deutscher (knapp) gewonnen. Wir haben die schweren MGs allerdings als Equipment behandelt (weil wir uns nicht im Klaren darüber waren, wie die Dinger genau funktionieren), dadurch war schon etwas mehr Feuerkraft auf Seite der Deutschen.

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Machiavelli101
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Re: Normandy: Omaha-Szenario

Beitrag von Machiavelli101 » Fr 14. Aug 2009, 11:47

Hm, das schwere MG als Equipment ist zwar nicht ganz richtig. Steht auf der Strategiekarte die man bekommt, dass man als Aktion ein schweres MG benutzen kann. (korrigier mich, wenn ich falsch liege
Aber das schwere MG als Equipment zu nutzen, ist eigentlich keine schlechte Idee. So hat man als Deutscher mehr Chancen.

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