Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

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Commissario

Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von Commissario » Mi 24. Jun 2009, 11:13

Hallo zusammen,

die Normandy-Erweiterung habe ich mir nun auch zugelegt und bin begeistert von den zahlreichen neuen Mechanismen. Normandy ist mit Sicherheit als Erweiterung interessanter als DotF! Dass man "Operation Goodwod" theoretisch nur mit Miniaturen aus DotF spielen kann - okay, geschenkt.

Gleich das erste Szenario "Picking up the Pieces" wirft jedoch Fragen auf:

Siegbedingung: Der Brite gewinnt, wenn er bis zum Ende der sechsten Runde ("by the end of round 6") das Hex mit dem neutralen Objective Marker im Hinterland einnehmen kann. Das gelingt ihm de facto automatisch bereits am Ende der ersten Runde mit Hilfe der amerikanischen Fallschirmjäger, die 2 Felder entfernt abgesetzt werden, während die nächsten deutschen Truppen nur mindestens 7 Felder entfernt plaziert werden können. Das Szenario alleine aufzubauen wäre schon sinnlos. So kann es also nicht gemeint sein, oder?

Wo liegt das Missverständnis?
Bedeutet "by the end of round x" vielleicht nicht "bis zum", sondern "am Ende der x-ten Runde"? Wohl kaum, das wäre eher "at the end of round x".

Kann der Brite nur gewinnen, wenn er das Feld mit britischen Truppen kontrolliert (weil "the British immediately win if they are able to occupy")? Das stünde aber in klarem Widerspruch zur anderen Siegbedingung, worin es heißt: "The Germans [...] win if the British lose [...] at least two paratrooper squads, represented by by American elite squads". Die amerikanischen Truppen repräsentieren also ausdrücklich "die Briten".

Wie habt ihr das Szenario angepackt?

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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von WarFred » Mi 24. Jun 2009, 13:02

Ich kann nur mutmaßen, da ich weder ToI noch die Erweiterung besitze, aber kann es sein, dass der Brite das Hex eben GENAU am Ende der 6. Runde besetzt haben muss (also auch schon vorher, aber dass das Szenario erst dann am Ende der 6. Runde zuende ist)? Das wäre nämlich meine Vermutung.

[EDIT] Meine Theorie würde auch unterstützen, dass es heißt "by the end" und nicht "until the end"!
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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von Machiavelli101 » Mi 24. Jun 2009, 14:19

@WARfred
was du hast das Spiel nicht und das bei deinem Namen und den doch sehr kriegerischen Spielen á la Tannhäuser und Starcraft???

@ Commissario
yeah freue mich auf die Erweiterung. bzgl. der Übersetzung würde ich WARfred recht geben. "By the end...würde ich "am Ende der.." übersetzen und "bis Ende.." "Untill..."

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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von Commissario » Mi 24. Jun 2009, 14:43

Hey WarFred, danke für den Input!

Ich fürchte aber, dass "by the end of" sich tatsächlich nur mit "bis zum Ende von" übersetzt. Ich bin mir da eigentlich zu 100 % sicher (muss ab und zu Business English anwenden, "by the end of" ist da eine sehr geläufig Wendung: Wenn jemand "send your reply by Friday" schreibt, meint er natürlich "bis Freitag", und nicht "am Freitag").

Außerdem fällt mir gerade auf, dass ich das kleine aber wichtige Wörtchen "immediately" unterschlagen hatte. Also: "If the British are able to occupy the neutral objective marker by the end of round 6, the immediately win". Das Szenario läuft über 6 Runden.

Trotzdem kann/muss man es natürlich auch anders probieren; aber ich glaube wirklich nicht, dass es der Designer so meinte. Falls der Brite auf jeden Fall gewinnt, sobald er das Feld okkupiert, besteht immerhin noch eine Chance von geschätzten 10 bis 20 Prozent für den Deutschen, das Spiel nicht bereits nach Runde 1 zu verlieren: Nämlich, indem er 2 amerikanischen Elitesquads pinnt, bevor sie das Feld erreichen, oder 2 Squads in der ersten Runde tutto kompletto ausradiert. Beides ist möglich, nur ziemlich unwahrscheinlich.

Egal, zur Not kommt eben ne Hausregel her - mal wieder.

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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von WarFred » Mi 24. Jun 2009, 16:37

Stimmt (hab gerade mal den LEO gefragt ;) ): "by the end of" heißt tatsächlich "bis zum Ende". (War ein Versuch wert :mrgreen: )

Dann könnte ich mir wirklich nur vorstellen, dass du entweder noch irgendeine Stelle überlesen hast, die das Ganze genauer klärt oder aber, dass tatsächlich britische Truppen das Feld besetzen müssen (und nicht einfach "Alliierte").
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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von Kralle » Do 25. Jun 2009, 13:55

Ich würde es so verstehen, das andere alliierte Truppen als die Fallschirmjäger (also echte Briten) das Feld besetzen müssen, da diese Siegbedingung wohl symbolisieren soll, das die Allierten innerhalb der gegebenen Zeit die Front durchbrechen müssen. Und dieses "Durchbrechen" muß bis zum Ende der 6ten Runde passiert sein.
Denn Fallschirmspringer werden halt zur Unterstützung hinter den feindlichen Linien abgesetzt, aber doch eigentlich nur, um den Vormarsch der anderen Truppen zu unterstützen / den Feind bei der Verteidigung (bzw. ihrer Organisation) zu stören. Aber sie alleine würden für mich nicht als "Frontdurchbruch" gelten.

P.S.: ich hab das Szenario jetzt aber nicht explizit nachgelesen, sondern nur mal aus dem Bauch raus geantwortet;)

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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von klarlack » Do 25. Jun 2009, 20:31

hmmm, würde auch sagen, dass es bis zum ende der 6. runde heissen soll.
das kann allerdings wirklich nicht mit den amerikanischen paratrooper geschehen, das würde, wie schon gesagt, überhaupt keinen sinn machen (die deutschen hätten ja definitiv keine chance zu gewinnen). dafür spricht ja auch irgendwie, dass aus dem american air support deck die paratroopers karte entfernt werden soll. wäre ja ansonsten die gleiche argumentation.
bleibt demnach eigentlich nur folgendes:

1. es muss doch in ein "am ende der 6. runde" uminterpretiert werden. (aber eigentlich unlogisch, da es die spielsituation total umdrehen würde, der deutsche wäre ja demnach gezwungen, seine stellungen zu verlassen, um ouistreham zurückzuerobern. das muss er ja machen, sonst gewinnt der brite ja automatisch.

2. die britishen kerntruppen müssens machen. (können dann aber natürlich am ende jeder runde den sieg schaffen). das passt auch besser zur aufstellung (recht wenig deutsche truppen) und eben das aussortieren der paratroopers.


so, dass ist meine meinung! :D

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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von Michel » Do 25. Jun 2009, 21:50

Kralle hat geschrieben:Ich würde es so verstehen, das andere alliierte Truppen als die Fallschirmjäger (also echte Briten) das Feld besetzen müssen,
So könnte es gemeint sein und ist es wohl auch.
Den Original-Poster kann ich aber sehr gut verstehen, denn liest man den Text buchstabengetreu, sind die Fallschirmjäger nicht von der Erfüllung der Siegbedingung ausgeschlossen. Der Hinweis auf "relief" dieser Jäger durch die Truppen, die von der Küste heranmarschieren, genügt beim Komplettlesen wohl den meisten Spielern, intuitiv die Bedeutung der Siegbedingung zu verstehen.

Ich frage mal bei den "powers that be", um eine offizielle Antwort zu erhalten.
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Re: Picking up the Pieces, offizielle Antwort

Beitrag von Michel » Do 25. Jun 2009, 22:43

Rob Kouba (der Autor der Erweiterung) hat umgehend geantwortet; ich zitiere ihn hier mal (ohne Übersetzung, denn das hieße ja ToI-Spieler nach Omaha Beach tragen)
Greetings,

In the scenario, there should have been a better distinction but you are correct. British forces refers to the units from the coast while British paratroopers refers to the inland units. Thus the coast units must forge a path inland for the win. However, they do not need to hold it until the end of round 6. They only need to occupy the objective at a round 's end.

Thanks for the question.

FFG
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Re: Normandy-Szenario: Picking up the Pieces

Beitrag von Commissario » Fr 26. Jun 2009, 07:59

Michel hat geschrieben:Der Hinweis auf "relief" dieser Jäger durch die Truppen, die von der Küste heranmarschieren, genügt beim Komplettlesen wohl den meisten Spielern, intuitiv die Bedeutung der Siegbedingung zu verstehen.
Häh was wie? In meinem Heft stand da bis gerade eben noch nichts davon! Ich schwörs!!! Hexerei!

Aber hey, vielen Dank Michel! Normalerweise stehe ich nicht so aufm Schlauch...

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