3. Edition angekündigt

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TobiWan
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von TobiWan »

Beckikaze hat geschrieben: Sa 8. Dez 2018, 11:31
1.) Die Aktionsbeschränkung. Sinnvolle Züge fallen flach, weil eine Wiederholung verboten ist. Das führt zu sinnlosen Aktionen ala "Nehm ich halt nen Dollar". Dadurch fühlen sich Züge extrem ineffizient an stellenweise. ....
Insgesamt kein Auftrag gegen die 2. Edition und auch im Fahrwasser der Encounter - Spiele mit Eldritch das schwächste Spiel seiner Art.
Kann ich für Eldritch so nicht unterschreiben. Mit vernünftiger Planung und Fokussieren Aktion gibt es bei uns zumindest nur in sehr speziellen Fällen tote Aktion und diese resultieren meist aus Planungsfehler oder einfach bösestes Pech. Insgesamt finde ich ist Eldritch das bessere Arkham, da es an den richtigen Stellen gestreamlined wurde und deutlich weniger Blocker im Spielfluss hat. Arkham 2. Edition hat zwar die stärkeren Momente, dafür aber sind es zu wenige und die Zeit dazwischen macht es aus meiner Sicht mittlerweile zur schlechteren Wahl. Allerdings bin ich auch sehr kritisch das Pirnzip nochmals zu vereinfachen. Werde mir zwar das Grundspiel holen und ausprobieren, aber bisher ist die Erwartungshaltung eher gesunde Skepsis.
btw: Diese Bewertungen hier von BGG würde ich allesamt so unterschreiben:
Fairerweise sollte man aber auch sagen, dass der Ratingtrend eher in der 8+ liegt, was sehr gut ist und auch die negativen Stimmen (4 oder weniger) mit weniger als 50 von über 800 Stimmen ausmachen. /50 Stimmen gaben immerhin eine 8-10.
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Beckikaze
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von Beckikaze »

Eldritch Horror gaukelt vor, planbar zu sein. Das stimmt. Durch die Struktur der Karten (man bekommt häufig gar nicht die Buffs und Belohnungen, die versprochen bzw. angedeutet werden) oder die mehrstufigen Torbegegnungen, die man in einem Rutsch schaffen muss, wird die Planbarkeit fast zu Nichte gemacht.

Zugleich sind die zu treffenden Entscheidungen in Eldritch der Natur, dass es den optimalen Zug gibt (der durch den Zufall oftmals zerlegt wird) und absolut sinnfreie bzw. deutlich weniger gewinnbringende Züge.

Arkham 2 versteckt das besser. Die Encounterstruktur (Nutze den sicheren Outcome des Feldes oder den Zufall der Karte) ist ein deutlich befriedigenderes Gefühl. Arkham 3 hat sich für die Kehrseite von Eldritch entschieden - hier gibt es den versprochenen Effekt immer. Dadurch werden die Encounter belanglos. Eldritch überzog die Nichtplanbarkeit der Effekte hin zu erratischen Zufälligkeit.

Das Pulp-Adventure-Flair von EH passt zu einem Fortune & Glory wesentlich besser - EH wird durch die zahllosen Triggereffekte stellenweise unfreiwillig komisch und demontiert damit die ernsthafte Vorlage.

Zu guter Letzt ist das Rollenspielflair durch die Charakterbindung sowohl in Arkahm 3 als auch Eldritch nicht mehr existent. Die angelegte Kurzlebigkeit und auch das oftmals sinnvolle Opfern eines Ermittlers führt zu einem Metaspiel, in der die Identifikation mit der Spielfigur gar nicht mehr gewollt ist.

Leider ist das Metaspiel dann aber eben sowohl in EH, als auch Arkham 3 nicht so gut. Da gibt es so viele Spiele, die im Metagame deutlich besser planbar, deutlich stärker in mechanischer Hinsicht sind. Das liegt auch daran, dass die Aktionen selbst in Arkham 3 (Nimm einen Dollar) oder die Fokusaktion in EH einfach nicht spannend zu spielen sind.

Es herrscht in den Spielen eine deutliche Diskrepanz zwischen Spieleraktionen, die ich selbst entscheide, und externen Effekten, die mir ins Gesicht geworfen werden ohne jeglichen Einfluss.

Das sind die Hauptprobleme in Nikkis Design und Arkham 3 dreht das ganze auf die Spitze, dass selbst ein Schimpanse das spielen könnte. Es gibt nur die richtige Entscheidung, oder die falsche.

Da ist allein jede kampfbezogene Entscheidung in Arkham 2 tiefer - wage ich den Schritt auf die Straße? Kann ich das überleben? Wenn nicht, welche Monster schaffe ich vorher noch? Welches soll mich töten? Wie soll es mich töten?
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von TobiWan »

Die von dir genannten Erfahrungen haben wir entweder nicht in der Form mit Eldritch gemacht, oder aber sie sind ähnlich in Arkham 2 zu finden.

Mit ein wenig Spielerfahrung weiß man, welche Attribute wo sehr stark von Vorteil sind und welcher Ermittler besser oder schlechter für eine Aufgabe geeignet ist. Angefangen beim großen Alten bis runter zu den Ortskarten. Die Orte geben dir auch vor welches Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist (mindestens 1/3, meistens mehr).

Die Zusammenstellung des Mythosstapels gibt einen auch eine gewisse Planbarkeit, da man durch die 3 Stages weiß, daß zum Beispiel eine längere Augfgabe bevorsteht, oder aber das definitiv eine Folge von kleinen Events triggern wird.

Die Kurzlebigkeit der Charaktere hat gerade den Lovecraft Flair und nach vielen Spielen, kann man zudem beobachten, dass am wahrscheinlichsten genau ein Spieler mehrere Charaktere pro GA verbraucht. Sprich das Konzept lediglich dafür sorgt, dass er nicht aus dem Spiel ausscheidet.

Zudem erleben wir wie gesagt sehr selten tote Aktionen. Ausnahme ist zum Beispiel ein Gerücht, dass Monster in Feld 19 Spawnen lässt und wenn es 4 sind hat man (fast) verloren. Blöd gezogen stehen da dunkles Junges und Sternengezücht, so dass letzlich mindestens einer auf Tokyo steht. Aber das ist gerade der einzige Fall der mir spontan einfällt. Ansonsten gilt, anders als bei Arkham, muss man meist vier bis sechs Züge vorausplanen und absprechen, für jede Aktion eine 50/50 Chance erwägen und jede Runde evaluieren, ob der Plan noch schaffbar ist, oder etwas so sehr brennt, dass man switchen muss.

Den Fokus Mechanismus finde ich gerade gut, da er dir eine weitere 1/3 Chance einräumt, dafür das du auf den halben Zug verzichtest. Allerdings mit den Vorteil, dass ich die Chance nicht in der selben Runde nutzen muss. Es gibt kaum einen besseren Moment als der wenn der Fokusmarker, den man vor 4 Runden genommen hat um keine Aktion zu verschenken, die entscheidende Probe eines Mythos oder eines Gerüchts rettet.

Die Frage ist halt, ab wann spricht man von Zufall und wann von Wahrscheinlichkeiten. Denn da scheint der Hund der unterschiedlichen Ansicht begraben zu sein. Ich bin wie gesagt voll bei dir, bei der Aussage, dass Arkham letztlich die spannenderen Endkämpfe hat und die Momente die sich einfach größer anfühlen. Aber Davon habe ich dort 2-3 in 8 Stunden, eine Zeit in der ich locker 2-3 Partien Eldritch schaffe, was mich über die Momente zwischen den großen Auftritten einfach besser unterhält durch seine flüssige Art es zu spielen.
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Beckikaze
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von Beckikaze »

Dieses Zeit-Problem habe ich auch noch nie verstanden. 8 Stunden? Was macht ihr da?

Arkham 2 und Eldritch dauern ähnlich lange. Vielleicht eine halbe Stunde Differenz. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich nie alle Erweiterungen gleichzeitig bei Arkham 2 spielen würde. Da ist es genau umgekehrt: Denkwürdige Momente habe ich in Arkham 2 en masse. Bei Eldritch leider nicht. Ich habe bei EH zwei große und drei kleine Erweiterungen insgesamt gespielt. Das reichte dann auch.

Ich glaube, es kommt wohl auch sehr darauf an, wie man den Content bei Arkham 2 organisiert. 8 Stunden? Ich hatte nicht eine 8 Stunden-Partie in all den Jahren. Wenn sie 4 Stunden dauert, ist das lang.
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von TobiWan »

Kann da halt nur aus unserer Erfahrung sprechen. Eine Runde Arkham mit einer großen und 2 kleinen AddOns, gut und gerne 8 Stunden, egsl welche Erweiterungen wir kombinieren. Eldritch mit allen Erweiterungen maximal 4 Stunden, im Mittel eher 3. Hängt wahrscheinlich damit zusammen, was man wie oft spielt, denn Arkham kommt so selten auf den Tisch, dass es da bei weitem viel mehr Absprache und Diskussionen erfordert.

EDIT: Vielleicht macht es auch die Spielerzahl. Wir spielen beides meist mit 6 Leuten.

Aber die Geschmäcker sind halt auch unterschiedlich. ;)
Werde mir jetzt gleich die 3. Edition holen um es mal anzutesten und mir darüber auch ne Meinung bilden zu können.
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von Beckikaze »

Wow. Ok, weder Eldritch, noch Arkham 2 könnte ich mit 6 Leuten spielen. Die Downtime würde mich töten.

Wir lesen uns ja gegenseitig die Karten vor.

Das tut ihr offensichtlich nicht, denn dann dürftet ihr kaum bei dieser Spielzeit landen.

Bei beiden Spielen würde ich sagen, ist das Maximum bei 4 Leuten, eher 3.

Bin auf jeden Fall gespannt, was du zu Arkham 3 sagst.

Bei mir steht es zum Verkauf. ;)
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von TobiWan »

Beckikaze hat geschrieben: Mo 21. Jan 2019, 17:11 Wow. Ok, weder Eldritch, noch Arkham 2 könnte ich mit 6 Leuten spielen. Die Downtime würde mich töten.

Wir lesen uns ja gegenseitig die Karten vor.

Das tut ihr offensichtlich nicht, denn dann dürftet ihr kaum bei dieser Spielzeit landen.

Bei beiden Spielen würde ich sagen, ist das Maximum bei 4 Leuten, eher 3.

Bin auf jeden Fall gespannt, was du zu Arkham 3 sagst.

Bei mir steht es zum Verkauf. ;)
Doch, wir lesen uns die auch gegenseitig vor. Sogar nicht der Spieler der die Begegnung hat sondern ein anderer und erst nur ohne Ausgang. Da wir auch Spaß daran haben zu sehen wie einer hadert und alle mit diskutieren wie wichtig es sein kann die Probe zu schaffen, ist es auch mit der Downtime nicht so schlimm. Ausrüstung und Co wird einmal vorgelesen, wenn es erscheint. Im Mittel haben wir etwas mehr als 10 Minuten pro Runde, wobei es die langen Runden gibt in denen ein Plan geschmiedet wird, aber auch viele kurze, mit 5 Minuten oder weniger, in denen jeder Versucht seinen Part des Plans bestmöglich umzusetzen. Das meine ich ja damit, dass Eldritch in einer eingespielten Gruppe wesentlich flüssiger läuft als Arkham 2.

Die 3. war noch nicht im Shop meines Vertrauens angekommen. Da muss ich mich noch bis nächste Woche gedulden um mir ein Bild zu machen, denn bis dato finde ich keine Terminlücke um ein zwei Probespiele reinzudrücken. :-(
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von Beckikaze »

Wobei du ja auch sagst, dass ihr keine eingespielte Arkham 2 Runde seid.

Auf jeden Fall bewundernswert. Eldritch dauerte bei uns zu dritt auch schon sehr lange.

Mit 6 Leuten wäre ich freiwillig gegangen. ;)
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von TobiWan »

Wobei es anscheinend in der Natur der Sache liegt. Arkham hatte aufgrund der Länge und Komplexität eines Spiels, selbst in der Pre-Eldrtich Zeit, es maximal 4 mal im Jahr auf den Tisch geschafft, jetzt noch weniger. Eldritch dagegen hatte die ersten paar Lernspiele, die auch lange gedauert haben, dann aber - gerade wegen der verringerten Komplexität - immer schneller abliefen, so dass es mittlerweile im Minimum einmal im Monat auf den Tisch liegt.

Aus meiner Sicht sind 5-6 Spieler gerade der Sweetpoint von Eldritch. Alleine oder zu zweit gibt es bessere Spiele, zu dritt ist knüppelhart, zu viert hat man genau nur einen Charakter für eine wichtige Aufgabe (Tore, Verderben, Mythos, Gerüchte) und die sekundären Prioritäten kommen zu kurz (Expeditionen, Abenteuer, Ausrüstung, Monster). Ab 5 Spielern kann man die Arbeit besser verteilen und mit weniger als 7 Spieler passiert gerade noch wenig genug, um planbar zu bleiben.
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Re: 3. Edition angekündigt

Beitrag von JensR »

Ich muss unbedingt meiner Tochter -12 Jahre. erzählen,das jenes AH2 Edition viel zu Komplex für sie ist und wir es ab jetzt nicht mehr spielen können.Lach Facepalm. Hier wird immer geredet,als ob das Spiel so kompliziert und auch komplex ist. Lach. Sorry selbst in unsere SpieleGruppe spielen es 12 Jährige mit,die es schon beim zweiten spätestens dritten Spiel verstanden/verinnerlicht haben.

Na OK, gerade Kinder haben ja eine schnellere Auffassungsgabe als Erwchasene...
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