Strategien für Dracula

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Moderator: WarFred

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Hipster
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Strategien für Dracula

Beitrag von Hipster » Mi 11. Mär 2009, 00:52

Hallo,

ich wollte mal fragen, nach welchem Konzept ihr den Bösen so spielt.

Mein Leitfaden ist einen Spieler zu töten (bevorzugt Mrs. Harker), einen gereiften Vampir durch zu bringen und die restlichen Züge unterzutauchen.
Habt ihr da andere Konzepte und Ideen?
Das Kämpfen ist ja immer eher riskant weil ein Pflock halt ziemlich weh tun kann und die Spieler sind bei mir meistens in einer Horde unterwegs.
Fazit:
Ich bin eher der Defensive.

Wie schaut euer Masterplan so aus?
Zuletzt geändert von Hipster am Do 12. Mär 2009, 01:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Zukar
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von Zukar » Mi 11. Mär 2009, 09:16

Bis jetzt hat bei uns der jeweilige Dracula-Spieler immer sehr defensiv gespielt, nie gewonnen und hinterher lamentiert, das das aggressive Spielen wohl besser gewesen wäre...
Das Problem ist, wir sind alle alte Scotland X (oder wie das Spiel aus unseren Kindheitstagen hieß) und das legt man nach 6-8 Partien FoD noch nicht direkt ab.
Wir sind aber noch am austesten.
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Michel
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von Michel » Mi 11. Mär 2009, 11:17

Tja ... zum Teil ist es Kartenglück oder -pech ...
EIns kann ich jedenfalls ans Herz legen:
Die "Reset"-Karte Draculas (hab den Namen vergessen), mit der er praktisch an beliebiger Stelle neu beginnen kann, unbedingt vorher rausnehmen. Wenn er die nach drei Stunden spielt, dann gute Nacht.
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von -G- » Do 12. Mär 2009, 23:53

Vorweg - ich mag Dracula sein :twisted:
Ich favorisiere möglichst schnell Vampire in den Katakomben reifen zu lassen und entsprechend auch frühzeitig den finsteren Ruf zu nutzen, um die Begegnungsmarker zu ziehen. Je nach Gegnergruppe halte ich mich entweder in der Nähe der vermeintlichen "Jäger" auf, um zum passenden Zeitpunkt dann Wilhelmina Harker die Mondscheinsonate vorzuspielen oder ganz auf Zeit zu spielen und dabei so manche ruhige Seereise antrete (währenddessen ein oder auch zwei Vampire dann in der Nähe meiner Startposition reifen - also gut aussuchen, dass diese nicht frühzeitig entdeckt werden).
Als Dracula muss man schon obacht geben, dass man nicht an die Wand genagelt wird und sollte mehr sein "Personal" nutzen, als selber anzugreifen.
Gruß
-G-
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von DarkPadawan » Mi 25. Mär 2009, 17:26

Michel hat geschrieben:Tja ... zum Teil ist es Kartenglück oder -pech ...
EIns kann ich jedenfalls ans Herz legen:
Die "Reset"-Karte Draculas (hab den Namen vergessen), mit der er praktisch an beliebiger Stelle neu beginnen kann, unbedingt vorher rausnehmen. Wenn er die nach drei Stunden spielt, dann gute Nacht.
Oh ja, davon kann ich ein Lied singen, allerdings als Dracula Spieler. Ich habe die Karte gleich im zweiten Zug bekommen und mir gedacht, ich "beam" mich mal in die Nähe der Jäger. Blöderweise haben die dann ständig Karten gezogen, mit denen sie Einblick in meine Spur kriegten (mehrmals "decke älteste verdeckte Karte aus der Spur auf"). Fazit: Ich war ständig auf der Flucht, konnte nie was reifen lassen und hatte aufgrund der Nähe zu den Jägern wenig Zugmöglichkeiten. Das Spiel war relativ schnell vorbei, nachdem die Jäger mich am Tag gestellt und fertiggemacht haben.

So sehr mir das Spiel gefällt... das ständige Aufdecken der Spur aufgrund der Ereigniskarten hat mich als Dracula Spieler ziemlich frustriert.

Dark.

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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von Mad_Mike » Mo 6. Apr 2009, 12:03

[quote="-G-"]
Ich favorisiere möglichst schnell Vampire in den Katakomben reifen zu lassen und entsprechend auch frühzeitig den finsteren Ruf zu nutzen, um die Begegnungsmarker zu ziehen. Je nach Gegnergruppe halte ich mich entweder in der Nähe der vermeintlichen "Jäger" auf, um zum passenden Zeitpunkt dann Wilhelmina Harker die Mondscheinsonate vorzuspielen oder ganz auf Zeit zu spielen und dabei so manche ruhige Seereise antrete (währenddessen ein oder auch zwei Vampire dann in der Nähe meiner Startposition reifen - also gut aussuchen, dass diese nicht frühzeitig entdeckt werden)

In den Regeln steht, dass der Zeitmarker nicht vorwärtsbewegt wird, solange sich Dracula am Anfang seines Zuges auf See befindet. Folglich kann während einer Seereise auch keine Begegnung reifen oder habe ich dich da falsch verstanden?
Gruss
Mad_Mike

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-G-
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von -G- » Mo 6. Apr 2009, 22:45

Ich habe die Regel so verstanden, dass während der Seereisen nur keine Vampire durch neue Tage hinzukommen, da der Zeitmarker nicht voranschreitet. Mit dem Anlegen von Seekarten, schreitet die Spur aber voran, so dass der Vampir, der vor der Seereise in der Spur ist, dann meiner Erfahrung nach recht sicher durchkommt. Die Spur wird dann sofort verkürzt, weswegen nicht gleich mehrere Vampire reifen sollten - die übrigen verfallen sozusagen. Um das Glück einen Vamipr anfangs als Begegnung auf der Hand zu haben, lohnt sich der finstere Ruf zu Anfang - meiner Meinung. Nachteilig könnte die frühzeitige Eigenblutnutzung sein, was Dracula im weiteren Spiel zum Defensivverhalten drängt. In meinen Runden bin ich aber damit ganz gut gefahren.
Gruß
-G-
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von brägenklöterig » Mi 2. Sep 2009, 14:35

Der Thread ist zwar schon älter, aber vielleicht interessiert sich noch jemand dafür.
Beim letzten Spiel bin ich auf der kleinen Insel mitten im Meer (den Namen habe ich vergessen). Dort habe ich meinen ersten Vampir ausgespielt. Als zweite Location habe ich Verbergen gespielt. Für die Spieler sah es so aus, als wäre ich zwei Locations weit gereist. Dann bin ich auf See gegegangen und von dort über zwei Seeksektoren im Osten Europas anzulanden. Durch die Verbergen Karte in Dracuals Spur, gingen die Spieler nicht von der kleinen Insel als Startplatz aus. Angelandet habe ich sofort "Finsterer Ruf" gespielt und 2 weitere Vampire gezogen. Finsterer Ruf kostet zwar 2 Blutpunkte, aber die Karte ist derartig mächtig, das sie fast immer einen oder zwei Vampire garantiert. Die Vampire habe ich gleich verteilt und im Osten Europas soviele Zigeuner wie möglich verteilt. Damit bin ich ganz gut gefahren, bis mir nur noch 1 Punkt zum Sieg gefehlt hat. Dann hatten sie mich gefunden und mittels Entschlossenheitspunkte haben sich Harker und Van Helsing "teleportiert" und Dracula bei Nacht ! im Kampf besiegt. Da hat sich auch wieder die Schwäche des Spiels offenbart. Das Kampfsystem ist super Glücksabhängig und Dracula eigentlich ein Lappen im Kampf. So haben sie mich mittels Knoblauch 6 Runden lang an der Flucht gehindert, mich Stück für Stück auseinander genommen (da Dracula seine besten Kampfkarten ja nicht nutzen darf, wenn er in der Runde vorher Schaden kassiert hat) und am Ende durch einige gute Würfelwürfe gewonnen. Alles in allem sollte man als Dracula Kämpfe mit den Jägern wie die Pest meiden. Ich habe schon mehr als eine Partie dadurch verloren, das ich einfach mal schlecht gewürfelt habe und die Jäger sehr gut.

Turric4n
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von Turric4n » So 13. Dez 2009, 15:51

aber du weisst schon das nicht zwei jäger in der selben runde die gleiche entschlossenheitsfähigkeit benutzen können und nur eine knoblauchkarte pro kampf gespielt werden kann?

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Gnubbel
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Re: Strategien für Dracula

Beitrag von Gnubbel » Di 22. Dez 2009, 09:19

Wo hast du die beiden Infos her Turric4an? Quellenhinweise sind bei regelbezogenen Kommentaren immer recht hilfreich. Oder zumindest der Hinweis, woher man meint die Infos zu haben.

[Edit hat gesucht und gefunden:]

Zur Anwendung der Entschlossenheitsfähigkeiten (aus den englischen FAQ):
Resolve
The Hunters may not use the same Resolve effect more
than once in a game round.


Und zur Knoblauchkarte:
Ergibt sich aus dem Wortlaut der deutschen Regeln, nach denen Knoblauch (da keine! Kampfkarte) nur zu Beginn des Kampfes ausgespielt werden darf (Seite 15, "Beginn des Kampfes").

[/hugh, Edit hat gesprochen :D ]

Also zwei Jäger mit sechs Knoblauchkarten ist schon ungewöhnlich. Knoblauch darf ja nur von direkt am Kampf beteiligten Jägern gespielt werden (Seite 15, "Beginn des Kampfes"). Ihr habt ganz bestimmt die Kartenbegrenzung für die Jäger beachtet? Auch solle klar sein, dass die Jäger zwar jeweils zu Kampfbeginn Ausrüstungen spielen können, aber nur eine der pro Runde gespielten Kampfkarten gegen Dracula zählt. Gewinnen die Jäger, suchen sie die Karte aus. Gewinnt Dracula, so zählt automatisch die Karte seines vorher gewählten Gegners. (Seite 24, "Gruppenkampf")

Auch wäre fraglich, ob beide Jäger überhaupt als Gruppe hätten kämpfen dürfen. Laut FAQ in den deutschen Regeln gelten diese nur dann als Gruppe, wenn sie ihre Runde am selben Ort beginnen. (Seite 29 unter "Jägergruppen") Sonst wird also immer ein - zumindest geringer - Zeitunterschied zwischen der Ankunft der Jäger an einem Ort angenommen, so dass Dracula beide getrennt "abfangen" kann.

Eines sollte allerdings jedem Dracula-Spieler (und natürlich auch den Jägern ;)) klar sein: Die Zeit ist zugleich Draculas wichtigster Verbündeter und sein schlimmster Feind! Einerseits braucht Dracula Zeit zum Erschaffen der Vampire und sie hilft ihm ja sogar dabei. Andererseits werden die Jäger mit der Zeit immer mächtiger. Darum: Je länger das Spiel dauert, desto schwächer wird Dracula erfahrungsgemäß im Kampf und desto ehr sollte er versuchen den Jägern auszuweichen. Um dann Situationen wie die von dir beschriebene zu vermeiden, reichen die vorhandenen Regeln durchaus. Und sollten Jäger oder Dracula ständig gewinnen, gibt es ja in der Anleitung noch ein paar Vorschläge zum Anpassen der Schwierigkeit.

Kleiner Tipp: Falls man früh eingekreist wird, kann man auch den Kampf (am besten bei Nacht) suchen, einen Jäger beißen und so in späteren (Gruppen)Kämpfen den hübschen Bonus mit einkalkulieren.

Abschließendnoch folgendes:
Fury of Dracula enthält (und benutzt) Würfel. Das steht schon auf der Spieleschachtel. Würfel sind DAS klassische Zufallselement in Spielen. Jedem sollte klar sein, dass eben auch das Glück eine - mal tragende, mal tragische ;) - Rolle in Spielen mit Würfeln spielt. Und... auch wenn der Spruch alt und muffig ist wie Dracula: "Wer nur spielt um zu gewinnen, der hat schon verloren!" ;) Zumindest klingt die obige Schilderung nach einer langen, unterhaltsamen und spannenden Partie, egal ob nun die Regelanwendung und Auslegung oder das Würfelglück spielentscheident waren. Und was will man eigentlich mehr? ...
Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr. (Plato)

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